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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wie können Maßnahmen der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung evaluiert werden?


Autor/in:

Latza, Ute


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2011, Band 61 (Heft 3), Seite 88-92, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)


Jahr:

2011



Abstract:


Hintergrund:

Standardisierte Evaluationen von Maßnahmen der betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung werden in Deutschland noch relativ selten durchgeführt.

Hauptteil:

Trotz Überschneidungen können Konzepte der Evaluation von denen des Qualitätsmanagements und der Grundlagenforschung zum Wirksamkeitsnachweis abgegrenzt werden. Prinzipiell umfasst Evaluation drei Schritte:

Erstens sinnvolle Fragen stellen, zweitens diese Fragen beantworten und drittens Konsequenzen aus den Antworten ziehen.

Evaluation ohne Berücksichtigung der Mechanismen ('Black Box') und theoriebasierte Evaluationen können unterschieden werden. Hierfür steht ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Methoden zu Verfügung.

Für die Qualitätssicherung hat die Deutsche Gesellschaft für Evaluation fächerübergreifend Standards verabschiedet. Die Kriterien für gute empirische Forschungsarbeiten und evidenzbasierte Medizin gelten auch für die Evaluation. Den aussagekräftigsten Effektivitätsnachweis liefert ein Experiment mit dem Goldstandard der randomisierten kontrollierten Studie. Ein gutes Beispiel für die Kombination aus Wirksamkeitsnachweis und Prozessevaluation einer partizipativen Intervention in der Arbeitswelt zeigt eine finnische Studie von Haukka und MitarbeiterInnen (2008, 2010).

Schlussfolgerungen:

Programme zur betrieblichen Prävention und Gesundheitsförderung sollten immer evaluiert werden. Hierbei sind Evaluationen unterschiedlicher Größenordnung zu unterscheiden:

a) Evaluationen, die lokales Wissen für Entscheidungen über Mittelausstattung und Verlängerung von Maßnahmen und

b) Evaluationen, die generalisierbares Wissen über Mechanismen der Wirksamkeit generieren beziehungsweise Ausgangspunkt für deren Überprüfung sind.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

How to evaluate programs of health promotion and prevention in the workplace?


Abstract:


Background:

In Germany standardized evaluations of programs of health promotion and prevention in the workplace are still relatively rarely conducted.

Main part:
Despite overlap, concepts of evaluation can be discriminated from concepts of quality management and basic research on the efficacy of programs. In principle evaluation consists of three steps:

First asking the right questions, second answering these questions and third drawing conclusions from the answers. Evaluations without knowledge of the underlying mechanisms ('black box') can be discriminated from theory-based evaluations. A broad spectrum of quantitative and qualitative methods are available for this purpose.

The German Society for Evaluation has adopted comprehensive standards for different disciplines. The criteria for good empirical practice and evidence based medicine also apply to evaluations. A randomized controlled trial is the gold standard with the highest internal validity. A Finnish study by Haukka and coworkers (2008, 2010) provides a good example for the combination of a study on effectiveness with process evaluation.

Conclusions:

Programs of health promotion and prevention in the workplace should always be evaluated. Evaluation of different dimensions can be distinguished:

i) evaluations that provide local knowledge for the allocation of resources and extension of programs, and ii) evaluations that generate knowledge about mechanisms of efficacy and effectiveness that can be generalized or be the starting point for further verification.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Homepage: https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0064/8806


Informationsstand: 23.05.2011

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