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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Computer - mehr als nur ein Hilfsmittel?


Autor/in:

Pinter, Michael


Herausgeber/in:

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK)


Quelle:

Leben und Weg, 2005, 45. Jahrgang (Ausgabe 5), Seite 26-27, Krautheim/Jagst: Eigenverlag, ISSN: 0724-3820


Jahr:

2005



Abstract:


Der Computer ist seit vielen Jahren zu einem fast unverzichtbaren Mittel geworden. Vor allem aber für Menschen mit Behinderung eröffnete er völlig neue Möglichkeiten. Durch die Nutzung von Computern zum Beispiel in kaumännischen Berufen oder dem Verwaltungsbereich sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt gestiegen.

Früher waren auch Büroarbeiten mit Schwierigkeiten verbunden, doch heute machen zahlreiche Hilfsmittel ein einfacheres Bedienen möglich. Durch Sprachsteuerung können sowohl ein Textverarbeitungsprogramm als auch Drucker und Scanner bedient werden, wodurch ein eigenständiges Arbeiten möglich ist. Wichtig für die Integration behinderter Menschen in die Arbeitswelt sind auch Berufsbilder wie Mediengestalter, bei denen hauptsächlich Computer genutzt werden.

Auch im Bereich der schulischen Bildung ist der Computer ein wichtiges Hilfsmittel. Durch spezielle Programme und Hilfsmittel ist der Besuch einer Regelschule und das Teilnehmen am Unterricht möglich. So ist es heute einfacher, ein Studium an einer Hochschule oder ein rein virtuelles Studium aufzunehmen. Um ein solches Studium zu realisieren wurde der Hochschulverbund Virtuelle Fachhochschule (VFH), an dem mehrere deutsche Fachhochschulen, darunter die Technische Fachhochschule Berlin, beteiligt sind, gegründet. Durch diesen Verbund werden nicht nur die multimedialen Module bereitgestellt, sondern auch eine Betreuung der Studierenden im Internet. Der Hochschulverbund ist bisher ein weltweit einzigartiges Projekt. Es bietet denjenigen Hoschschulberechtigten die Chance auf ein Studium, die sonst nicht die Möglichkeit dazu hätten.

Der Computer ermöglicht jungen Menschen mit Behinderungen, ein eigenständiges Leben zu führen. Ob durch Sprach- oder Infrarotsteuerung: Fenster, Türen, Telefon und anderes mehr lassen sich auf diese Weise steuern. Dennoch sind solche Hilfsmittel Anschaffungen in nicht unerheblichem finanziellen Ausmaß. Wichtig für das Führen eines eigenständigen Lebens ist auch, eigenes Geld zu verdienen und einer Aufgabe nachzugehen. Durch der Behinderung entsprechende Umbauten an Fahrzeugen kann ein sicheres Erreichen des Arbeitsplatzes gewährleistet werden.

Für viele behinderte Menschen ist der Computer wichtig, um soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. In speziellen Foren und Livechats können sich Jugendliche nicht nur untereinander austauschen, sondern auch über wichtige Themen informieren. Es gibt zum Beispiel eine Homepage, auf der Künstler mit Behinderung ihre Werke ausstellen. Doch auch im realen Leben hilft diese Technologie, sich künstlerisch zu betätigen. So können Rollstuhlfahrer mittels Mindsteuerung und Triggertechnik Schlagzeug spielen.

Als Fazit kann gezogen werden, dass der Computer und das Internet das Leben junger Menschen nachhaltig verändert und erleichtert haben - doch die Technik und die Vielzahl an Hilfsmitteln ersetzen weder soziale Kontakte, noch sollte man sich nur auf sie verlassen, denn auch die Technik kann versagen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Leben & Weg - Magazin für selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Körperbehinderung
Homepage: https://www.bsk-ev.org/publikationen/leben-weg/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0065/0026


Informationsstand: 08.11.2005

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