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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Freistellung von Mehrarbeit


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK)


Quelle:

Leben und Weg, 2007, 46. Jahrgang (Ausgabe 6), Seite 40, Krautheim/Jagst: Eigenverlag, ISSN: 0724-3820


Jahr:

2007



Abstract:


Nach § 124 SGB IX können schwerbehinderte Menschen auf ihr Verlangen von Mehrarbeit freigestellt werden. Die Vorschrift schützt behinderte Menschen davor, nicht über ihre persönliche Leistungsfähigkeit hinaus belastet zu werden. Außerdem soll ihre gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft gefördert werden.

Diese Vorschrift ist zwingendes Recht und kann weder einzelvertraglich noch tarifvertraglich eingeschränkt werden. Zwar lässt sich aus der Vorschrift kein grundsätzliches Recht ableiten, Sonn-, Feiertags- oder Nachtarbeit abzulehnen, in Einzelfällen kann sich jedoch die Unzumutbarkeit von Nachtarbeit ergeben. Ebenfalls werden schwerbehinderte Beschäftigte nicht von der Schichtarbeit befreit. Auch hier kann im Einzelfall jedoch ein Anspruch auf behindertengerechte Gestaltung der Arbeitszeit bestehen.

Mehrarbeit ist die Zeit, die über die normale gesetzliche Arbeitszeit hinausgeht. Diese beträgt acht Stunden täglich. Der Arbeitgeber kann Mehrarbeit anordnen, wenn dies arbeitsvertraglich zulässig ist. Diese Anordnung bedarf der Zustimmung des Betriebsrats. Um von der Mehrarbeit freigestellt zu werden, muss der Mitarbeiter keine Gründe für sein Verlangen anführen. Streitigkeiten um die Ablehnung von Mehrarbeit sind vor dem Arbeitsgericht auszutragen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Leben & Weg - Magazin für selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Körperbehinderung
Homepage: https://www.bsk-ev.org/publikationen/leben-weg/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0065/6509


Informationsstand: 07.02.2008

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