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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Sechzehntausendfünfhundert Arbeitsplätze in fündhundertzwanzig Firmen

Zwanzig Jahre Integrationsfirmenbewegung - Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen feiert Geburtstag



Autor/in:

Wendt, Sabine


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE)


Quelle:

Selbsthilfe, 2005, Heft 4, Seite 30-31, Wuppertal: Delphin-Werbung, ISSN: 0724-5572


Jahr:

2005



Abstract:


Die ersten Selbsthilfefirmen entstanden vor zwanzig Jahren und wuchsen auf dem Boden der Anti-Psychiatriebewegung, die psychisch kranken Menschen ein Leben mit ambulanter Betreuung außerhalb von psychiatrischen Krankenhäusern ermöglichen wollte. Mit Unterstützung der Freudenberg-Stiftung Weinheim wurde im September 1985 der Verein zur Förderung von Arbeitsinitiativen und Firmenprojekten FAF gegründet.

Im Jahre 2001 wurde die Förderung von Integrationsfirmen erstmals auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfirmen e.V. (BAG IF) und FAF gGmbH arbeiten seit 1995 am gemeinsamen Ziel der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Integrationsbetrieben.

Dr. Ulrich Gawellek, Bundesagentur für Arbeit (BA), Bereichsleiter Produkte und Programme, berichtete in einer Fachtagung über die Aufgaben der BA als Reha-Träger. Für ihn sind Integrationsfirmen marktorientierte Sozialunternehmen. Gawellek kritisierte, dass die Regionaldirektionen Integrationsfirmen zu restriktiv fördern würden. Nur ein Viertel der dafür vorgesehenen Haushaltsmittel der BA seien abgerufen worden. Er rate, örtliche Arbeitsagenturen um Hilfe zu bitten und so Druck auf die Regionaldirektionen auszuüben, die dieses Geld als Haushaltsreserve zur Bewirtschaftung ihres Budgets behalten wollten.

Die Werkstattförderung durch die BA habe im letzten Jahr 500.000 Millionen Euro betragen und sei somit stark angestiegen. Könnten die Werkstätten nicht mehr Entlastung durch Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt realisieren, kollabiere das System, da die Werkstätten aus allen Nähten platzten.

MdB Kurth (Bündnis 90 - Die Grünen) merkte in der Diskussion kritisch an, dass die BA nur noch Beratungskunden, nicht mehr Betreuungskunden fördere. Betreuungskunden, also Schwerbehinderte, würden in das SGB II, also in die kommunale Förderung abgeschoben.

Des Weiteren wurde die Zukunftsentwicklung der Integrationsfirmen in drei Arbeitsgruppen diskutiert. Anton Senner, Geschäftsführer der BAG IF, stellte Ergebnisse des Projekts 'Ausbildung in Integrationsfirmen im Rahmen der BMGS-Initiative Jobs - Jobs ohne Barrieren vor. Rechtsanwalt Klaus-Peter Gürtler informierte über den neuen Tarif Öffentlicher Dienst und Axel Grassmann, Stadthaus Hotel Hamburg, berichtete über die neue Equal-Entwicklungspartnerschaft der EU INCUBE.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Selbsthilfe
Das Erscheinen der Zeitschrift wurde Ende 2015 eingestellt.
Homepage: https://www.bag-selbsthilfe.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0066/0058


Informationsstand: 06.02.2006

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