Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Neues aus dem Sozialrecht

Änderungen durch das GKV-Wettbewerbstärkungsgesetz



Autor/in:

Küpper, Evelyn


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE)


Quelle:

Selbsthilfe, 2008, Heft 1, Seite 23-25, Wuppertal: Delphin-Werbung, ISSN: 0724-5572


Jahr:

2008



Abstract:


Evelyn Küpper von der Sozialberatung der Lebenshilfe in Düsseldorf stellt Änderungen zusammen, die sich durch das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz ergeben haben. Seit April 2007 ist die Absenkung der individuellen Belastungsgrenze für chronisch kranke Menschen auf 1 Prozent der Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt an zusätzliche Voraussetzungen geknüpft. Diese sind allerdings nur dann zu prüfen, wenn beispielsweise der Erkrankungsbeginn nach dem 31.12.2007 liegt oder es sich nicht um einen Fall handelt, bei dem eine Gesundheitsuntersuchung nicht zwingend durchgeführt werden muss. Erfüllen Versicherte die Voraussetzung der Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchungen nicht, gilt die Belastungsgrenze von 2 Prozent. Hiervon ausgenommen sind Versicherte mit schweren psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen.

Bevor die Belastungsgrenze ermittelt wird, wird von den Bruttoeinnahmen ein Betrag in Höhe von 15 Prozent der jährlichen Bezugsgröße, also 4.473 Euro, abgezogen. Außerdem sind für jedes familienversicherte Kind die Bruttoeinnahmen um 3.648 Euro zu senken. Empfänger von Grundsicherung im Alter und Heimbewohner werden in den meisten Fällen die Voraussetzungen erfüllen. Die Bemessungsgrundlage für die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für die behinderten Mitarbeiter in der Werkstatt für behinderte Menschen beträgt 497 Euro, für die Rentenversicherung beträgt sie 1.988 Euro für die alten und 1.680 Euro für die neuen Bundesländer.

Seit 2006 gibt es den Bildungsscheck, bei dem das Land Nordrhein-Westfalen die Hälfte der Weiterbildungskosten aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zahlt. Unterstützt werden sollen diejenigen, die länger als zwei Jahre an keiner beruflichen Weiterbildung teilgenommen haben und in kleineren Unternehmen arbeiten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Selbsthilfe
Das Erscheinen der Zeitschrift wurde Ende 2015 eingestellt.
Homepage: https://www.bag-selbsthilfe.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0066/6616


Informationsstand: 02.05.2008

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