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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Jeder Mensch will notwendig sein!


Autor/in:

Benthien, Volker; Westecker, Mathias


Herausgeber/in:

Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)


Quelle:

Das Band, 2008, 38. Jahrgang (Heft 6), Seite 24-26, Düsseldorf: Eigenverlag, ISSN: 0170-902X


Jahr:

2008



Abstract:


Einmal im Jahr treffen sich alle Hamburger Tagesstätten und Tagesförderstätten von Leben mit Behinderung Hamburg und vergleichen beziehungsweise tauschen Produktideen anderer Tagesstätten aus.

Eine These, die immer wieder im Alltag der Tagesstätten prägnant ist, ist, dass jeder Mensch notwendig sein will. Seit mehr als 30 Jahren entwickelt Leben mit Behinderung Hamburg Beschäftigungs- und Förderangebote für Menschen mit hohem Hilfebedarf, die nicht in einer Werkstatt für Behinderte aufgenommen werden.

Es gibt keine Mindestkriterien für eine Aufnahme, sondern es wird jeder aufgenommen, der nicht werkstattfähig ist. Sinnvolle und zielgerichtete Tätigkeiten haben für jeden Menschen einen sehr hohen Stellenwert. Die Umsetzung, für jeden einen Arbeitsplatz zu schaffen bedurfte viele kritische Diskussionen mit Angehörigen und Mitarbeitern. Dies wird an zwei Beispielen deutlich:

Das erste Beispiel handelt von einem Mann, der in einer Wohngruppe wohnt und anfangs zurückgezogen lebte. Er begann in einer Papierwerkstatt zu arbeiten, bei der er eine lange Zeit gebraucht hat, um sich einzugewöhnen. Doch er ließ sich auf die angelernten Tätigkeiten ein und fing an zu arbeiten. Ein Betreuer ist immer an seiner Seite, weil er diese Unterstützung braucht. Er kann sich nun auf neue Erfahrungen einlassen.

Das zweite Beispiel handelt von einer Frau, die in ihrem Elternhaus wohnt. Sie ist Rollstuhlfahrerin und kann sprechen, jedoch nur über eingeschränkte Themen wie Jahrmarkt, Bus fahren oder Haare schneiden.

Die Physiotherapeutin regte an, sie regelmäßig in eine Stehhilfe zu stellen. Dies bringt den Vorteil, dass das in ihrer Arbeitsgruppe umgesetzt werden kann. Sie kann nun eine Papiermaschine bedienen, die eine gewisse Körperhaltung voraus setzt. Die Gesprächsthemen drehen sich nun um ihre Arbeitsabläufe und das zwanghafte Verhalten tritt somit in den Hintergrund.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Leben mit Behinderung Hamburg | REHADAT-Angebote und Adressen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Das Band
Homepage: https://bvkm.de/ueber-uns/unsere-magazine/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0071/6977


Informationsstand: 18.02.2009

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