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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Flash - auch für Blinde und Sehbehinderte?


Autor/in:

Hellbusch, Jan Eric; Kirsch, Monika


Herausgeber/in:

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS)


Quelle:

horus, 2003, 65. Jahrgang (Heft 6), Seite 241-244, Marburg: DVBS, ISSN: 0724-7389


Jahr:

2003



Abstract:


Der Artikel stellt zunächst recht ausführlich die Funktionen und Anwendungsbereiche des Flash-Programms zur Gestaltung von multimedialen Internetpräsentationen vor und zeigt anschließend die Probleme sehbehinderter und blinder User mit Flash auf.

Flash ermöglicht eine Internetpräsentation, in der Text-, Grafik-, Audio-Elemente und Video-Elemente in einer multimedialen Präsentation kombiniert werden können. Einzelne Flash-Objekte können neben dem Text, der grafischen Animation und den Sound-Elementen auch Links zur Navigation oder Formulare zur Kontaktaufnahme mit dem Webseitenbetreiber enthalten. Mit der Flash zugrunde liegenden Programmiersprache Actionscript lassen sich zudem komplexe interaktive Anwendungen programmieren.

Das Software-Unternehmen Macromedia hat 2002 mit der Version Flash MX das Werkzeug dafür geliefert, auch Flash-Internetseiten Blinden und Sehbehinderten zugänglich zu machen. Barrieren gibt es jedoch weiterhin, denn die meisten Flash-Entwickler scheuen den Mehraufwand, um ihre Produkte barrierefrei zu gestalten, sei es, weil sie zu wenig für die Bedürfnisse von behinderten Usern sensibilisiert sind oder sei es, weil ihre Kunden dafür nicht mehr Geld ausgeben möchten.

Barrierefreiheit ist wie jede form der Benutzerführung vor allem eine Frage des Konzepts und nicht allein der Technik. Aus konzeptionellen Gründen kann es bei der Planung einer Webseite sinnvoll sein, sich statt für HTML, für Flash zu entscheiden.

Die Trenung von Inhalt und Gestaltung ist mit Flash durchaus möglich, und damit ist eine der wichtigsten Forderungen an die Barrierefreiheit erfüllbar. Dennoch stößt die Barrierefreiheit der Flashpräsentation zum Beispiel bei bewegten Bildern an ihre Grenzen.

Der Artikel bietet am Ende noch einen kurzen Ausblick auf mögliche Veränderungen und Entwicklungen, die es dem sehbehinderten Nutzer erleichtern würden, Flash anzuwenden. Des Weiteren weist der Autor auf die Notwendigkeit hin, Hersteller und Webdesigner für die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen zu sensibilisieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


horus - Marburger Beiträge
Homepage: https://www.dvbs-online.de/index.php/publikationen/horus

Die Fachzeitschrift erscheint viermal jährlich in Schwarzschrift, Blindenschrift und als 'horus digital' auf CD.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0073/0002


Informationsstand: 27.02.2004

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