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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Blinde Kuh oder nur Bäumchen wechsel dich?

Die Auswirkungen der zum 1. Januar 2005 in Kraft getretenen Arbeitsmarktreformen für schwerbehinderte Menschen



Autor/in:

Richter, Michael


Herausgeber/in:

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS); Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. (blista)


Quelle:

horus, 2005, 67. Jahrgang (Heft 3), Seite 127-128, Marburg: DVBS, ISSN: 0724-7389


Jahr:

2005



Abstract:


Zu Anfang dieses Jahres wurden mit der Einführungder Sozialgesetzbücher (SGB) II und XII, bei gleichzeitiger Abschaffung des BSHG, die unter dem Stichwort 'Hartz IV' heiß diskuttierten Reformen umgesetzt. Das wichtigste Ziel dieses Gesetzesänderung war die Zusammenführung von Arbeitslosen- und Sozialhile sowie die Zuständigkeitsverlagerung von den Arbeitsagenturen und Sozialämtern für die Jobvermittlung von Beziehern solcher Leistungen zu den neu eingerichteten Arbeitsgemeinschaften.

Im Verlauf der politischen Umsetzung wurde jedoch letztes Jahr die Möglichkeit für Kommunen geschaffen, anstatt gemeinsam mit den Arbeitsagenturen eine Arbeitsgemeinschaft zu gründen, die Aufgaben für den benannten Personenkreis selbst zu übernehmen. Diese Möglichkeit nahmen 69 Kommunen wahr.

Der Artikel beschäftigt sich mit den Problemen die bei der Zuständigkeitsverlagerung entstanden. So wird zum Beispiel kritisiert das, dass Blindengeld- oder Blindenhilfeempfängern unrechtmäßig auf das Einkommen angrechnet wird und somit die Höhe des ALG II-Anspruchs reduziert. Des Weiteren sagt die Autor, dass es den Kommunen nicht möglich sei die Arbeit direkt mit der gleichen Effizienz fortzusetzen, wie es vorher den Arbeitsagenturen möglich gewesen war. Auch sind, nach Meinung von Michael Richter, die Kommunen auf lange Zeit gesehen nicht dazu bereit die hohen Kosten, für eine dauerhafte Wiedereingliederung behinderter Menschen, zu tragen.

Diese Umstände führen dazu das in der Übergangszeit wesentlich weniger Leute vermittelt werden können. Die neue Ordnung führt außerdem zu einer Verunsicherung der Betroffenen, weil diese gar nicht mehr wissen, an wen sie sich wenden sollen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


horus - Marburger Beiträge
Homepage: https://www.dvbs-online.de/index.php/publikationen/horus

Die Fachzeitschrift erscheint viermal jährlich in Schwarzschrift, Blindenschrift und als 'horus digital' auf CD.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0073/0026


Informationsstand: 07.07.2005

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