Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Inklusion und ihre Barrieren


Autor/in:

Fischer, Kai


Herausgeber/in:

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM)


Quelle:

Muskelreport, 2010, Heft 1, Seite 41-42, Freiburg im Breisgau: Eigenverlag, ISSN: 0178-0352


Jahr:

2010



Link(s):


Ganzen Text lesen (HTML)


Abstract:


Ist die von der Bundesrepublik unterschriebene Konvention über die Rechte behinderter Menschen eine echte Chance oder wieder nur ein halbherzig gemeinter Versuch ohne große Anstrengungen zur Realisierung? Der Autor beschäftigt sich mit dieser Frage und stellt fest, dass es bei weitem nicht nur Gutes über die Umsetzung dieser Konvention zu berichten gibt.

Inklusion sei das Zauberwort, aber in der deutschen Fassung wurde das englische 'inclusive' beispielsweise mit 'integrativ' übersetzt. Schon hier beginnt ein Abrücken von den eigentlichen Zielen der Konvention: Der Auffassung, dass Menschen trotz aller Unterschiede Teil der Gesellschaft sind, und nicht erst 'von außen' hineingeführt werden müssen. Dies würde dazu führen, dass nicht mehr das 'Normale' von dem 'Anderen' getrennt wird, sondern der Grundsatz gilt: 'Es ist normal, verschieden zu sein.'

Weiterhin spricht der Autor die Finanzknappheit der Kommunen an: Wie soll eine Kommune, die durch die Steuerpolitik der neuen Bundesregierung sowieso immer tiefer in den finanzpolitischen Abgrund rutscht, auch noch neue, barrierefreie Umbauten stemmen, um den Anforderungen der Konvention gerecht zu werden? Doch auch wenn dafür Geld von der Bundesregierung in die Kommunalkassen fließen würde, wäre ein schlüssiges Gesamtkonzept notwenig.

Der Bau eines barrierefreien Eingangs, wie das Beispiel Freiburg zeigt, bringt alleine etwa nichts, wenn die Bibliothek hinter dem Eingang nicht rollstuhlgerecht ist.

Der Autor hat dennoch das Gefühl, dass die Belange der behinderten Menschen nun ernster genommen werden: Neben den Rechten, auf die sie durch die neue UN-Konvention pochen können, stellt er fest: Zusammen mit den Senioren, die ähnliche Bedürfnisse wie behinderte Menschen haben, stellen sie eine nicht zu unterschätzende demografische Macht dar, die in Zukunft nicht mehr überhört werden kann.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Muskelreport
Homepage: https://www.dgm.org/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0075/7898


Informationsstand: 04.03.2010

in Literatur blättern