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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönliches Budget

Was ist das? Wer hat Anspruch darauf? Was ist für Menschen mit Lernbehinderungen zu beachten?



Autor/in:

Ziegler, Mechthild


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2006, 26. Jahrgang (Heft 3), Seite 24-25, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2006



Abstract:


Seit dem 1. Juli 2001 ist im SGB IX festgeschrieben, dass Leistungen zur Teilhabe neben Sachleistungen auch als Persönliches Budget in Anspruch genommen werden können. Am 1. Juli 2004 wurde zusätzlich das Trägerübergreifende Persönliche Budget in das Sozialgesetzbuch XII aufgenommen. Es soll dazu dienen, dass Menschen mit Behinderungen sich innerhalb des bewilligten Persönlichen Budgets Leistungen einkaufen können, die sie selbst als notwendig erachten.

Mechthild Ziegler beantwortet in dem Artikel die folgenden weiterführende Fragen zum Konzept des Persönlichen Budgets:

Wer kann das Persönliche Budget beantragen?
- Die antragsberechtigte Personengruppe sind Menschen mit Behinderungen, die einen Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe haben.

Welche Leistungen umfasst das Persönliche Budget?
- Es umfasst Leistungen, die geeignet sind, Behinderung abzuwenden, zu beseitigen oder zu mindern; solche, die Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit oder Pflegebedürftigkeit vermeiden, mindern oder überwinden; Leistungen, die dazu beitragen, dass die Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend den Neigungen und Fähigkeiten dauerhaft gesichert ist sowie Leistungen, welche die persönliche Entwicklung ganzheitlich fördern und dabei die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und ein selbstbestimmtes Leben fördern.

Wo und wie ist die Umsetzung des Persönlichen Budgets geregelt?
Die Umsetzung ist in der Budgetverordnung (Budget V) geregelt, die in § 17 Absatz 2 bis 4 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch festgeschrieben ist.

Die Bundesagentur für Arbeit gibt Handlungsempfehlungen vor, welche die Abgabe von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben regulieren und damit auch das Persönliche Budget. Darin ist als allgemeine Voraussetzung der Inanspruchnahme vorgesehen, dass Leistungsempfänger mittels Budget in die Lage versetzt werden können, sich eigenverantwortlich und selbstbestimmt in das Gesellschafts- und Erwerbsleben einbringen zu können. Näheres regelt § 17 SGB IX.

Die Bemessung des Persönlichen Budgets wird anhand des voraussichtlichen Verbrauchs des Leistungsnehmers entschieden. Bei der Errechnung des Bedarfs werden grundsätzlich Lohnersatzleistungen nicht mit einbezogen, es sei denn, es besteht auch bei herkömmlicher Förderung ein Anspruch auf diese Leistungen.

Die Autorin schließt mit Anmerkungen für Menschen mit Lernbehinderungen. Diese könnten einen großen Vorteil daraus ziehen, dass das Persönliche Budget individuell vereinbart wird und ebenso individuell eingesetzt werden kann. Leider liegen derzeit jedoch noch keine Erfahrungsberichte von diese Personengruppe vor.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


§ 29 SGB IX Persönliches Budget | REHADAT-Recht
Budgetverordnung - BudgetV | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/0029


Informationsstand: 03.11.2006

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