Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Sonderpädagogische Diagnostik

Eine Bestandsaufnahme



Autor/in:

Asmussen, Sönke


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2014, 34. Jahrgang (Sonderheft), Seite 27-28, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2014



Abstract:


In einigen Bundesländern denkt man darüber nach, die sonderpädagogische Diagnostik gänzlich abzuschaffen. Gleichzeitig startet der Südwesten eine Offensive oder Initiative zu diesem Thema. Was ist richtig?

Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, was eine sonderpädagogische Diagnostik bieten soll. Mit Hilfe der sonderpädagogischen Diagnostik kann das Leistungsvermögen und der Entwicklungsstand eines Kindes beschrieben werden, seine Normalleistungen, seine Stärken und Beeinträchtigungen. Es kann damit geklärt werden, welche Unterstützung Kinder aufgrund ihrer Behinderung oder Beeinträchtigung zur Sicherung ihrer Teilhabe brauchen.

Man kann die sonderpädagogische Diagnostik ausschließlich als ein Instrument der Platzierung ansehen, das heißt auf die Frage, an welchem Lernort ein Kind die bestmögliche Förderung erhält. Wenn (durch die Inklusionsdebatte) die Frage der Platzierung entfällt, weil Kinder mit Anspruch auf ein sonderpädagogisches Bildungsangebot grundsätzlich in allen Schularten lernen können, dann ist es konsequent, diese abzuschaffen.

Sonderpädagogische Diagnostik als Platzierungsdiagnostik ist allerdings nicht das Bild, das in Baden-Württemberg von dieser Aufgabe beseht. Auf die Aufgaben der sonderpädagogischen Diagnostik in Baden-Württemberg geht der Autor im Beitrag genauer ein. Aber auch Länder, die die sonderpädagogische Diagnostik gänzlich abschaffen, müssen weiterhin die Frage beantworten, wie Kinder mit Beeinträchtigungen unterstützt und gefördert werden können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/0048


Informationsstand: 28.03.2014

in Literatur blättern