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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Vereint für gemeinsame Bildung

Nationale Konferenz zu Artikel 24 Bildung des VN-Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen



Autor/in:

Ziegler, Mechthild


Herausgeber/in:

LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.


Quelle:

Lernen fördern, 2009, 29. Jahrgang (Heft 2), Seite 21-22, Stuttgart: Eigenverlag, ISSN: 0720-8316


Jahr:

2009



Abstract:


Am 6. und 7. Mai 2009 veranstaltete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Nationale Konferenz Vereint für gemeinsame Bildung in Berlin. Im Rahmen der Konferenz wurden Konsequenzen und Perspektiven zur Umsetzung des Artikels 24 des VN-Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen analysiert und diskutiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Inklusion von Menschen mit einer Behinderung in die allgemeine Schule als ihr Recht auf Teilhabe. Mechthild Ziegler, Bundesvorsitzende LERNEN FÖRDERN e.V., fasst die Beiträge der Konferenz zusammen.

Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales erklärte in seiner Eröffnungsrede, dass er in Artikel 24 die Chance auf gemeinsame Bildung sehe. Anschließend begrüßten Ute Erdsiek-Rave, Ministerin für Bildung und Frauen in Schleswig-Holstein und Hannelore Loskill, Sprecherin des Deutschen Behindertenrates und Vorstandsmitglied des BAG Selbsthilfe die Gäste. Prof. Dr. Sieglind Ellger-Rüttgardt berichtete in ihrem Einführungsvortrag über den Stand der sonderpädagogischen Förderung. Zwar sei seit 20 Jahren Normalisierung die Leitidee, allerdings habe PISA die Zahl der Förderschüler erhöht.

Sie sehe dies als Zeichen, dass im allgemeinen Schulsystem etwas nicht stimme. Ebenso wie Hannelore Loskill sprach sie sich für inklusive Bildung aus, wenngleich sie zusätzliche Fördersysteme für notwendig halte. Prof. Dr. Ralf Poscher ging auf die Bedeutung und Auswirkungen des Artikels 24 des VN-Übereinkommens auf das deutsche Bildungssystem ein. Das Schulsystem müsse sich den besonderen Bedürfnissen anpassen und sich auf neue Erkenntnisse einstellen. Die völkerrechtliche Verpflichtung der VN-Konvention sei dabei verbindlich.

Nachmittags wurde in vier Panels über die Rahmenbedingungen für gemeinsame Schule, das Wohl des Kindes im Verfahren, den Übergang von Schule in die Arbeitswelt und die sonderpädagogische Förderung in Wissenschaft und Öffentlichkeit diskutiert. Franz Thönnes (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales, eröffnete die Abendveranstaltung und Prof. Dr. Theresia Degener sprach über die Entstehung des VN-Übereinkommens und verwies auf ihre persönliche Erfahrung.

Die Kernthesen der Panels wurden am Donnerstag vorgestellt. Anschließend wurden in einer Podiumsdiskussion mit Karin Evers-Meyer, der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von behinderten Menschen, Ute Erdsiek-Rave, Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, Stephan Prändl, Vorsitzender des Verbandes Sonderpädagogik und Mechthild Ziegler sowie einer Schülerin und einem Schüler mit einer Sehbehinderung, die nächsten Schritte zur Umsetzung des Artikels 24 in Deutschland erörtert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
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Mehr zum Thema:


§ 55 SGB IX Unterstützte Beschäftigung | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


LERNEN FÖRDERN
Homepage: https://lernen-foerdern.de/publikationen/zeitschrift/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0077/7198


Informationsstand: 08.07.2009

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