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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Schweres Leben - etwas erleichtert


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB)


Quelle:

Allergie konkret, 2006, 16. Jahrgang (Heft 4), Seite 14-17, Mönchengladbach: Eigenverlag, ISSN: 0344-1237


Jahr:

2006



Abstract:


Die Solidargemeinschaft bietet Menschen, die an einer chronischen Krankheit leiden, abhängig vom Grad der Erkrankung Vergünstigungen.

Zunächst muss ein Antrag beim zuständigen Versorgungsamt gestellt werden, welches dann den Grad der Behinderung ermittelt. Mit dem Grad der Behinderung (GdB) wird die Auswirkung der Behinderung auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben festgestellt.

Ab einem GdB von 50 liegt eine Schwerbehinderung vor. Nach gleichen Grundsätzen wird die Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) gemessen. Anders als der GdB, der sich auf alle Gesundheitsstörungen bezieht, werden beim MdE nur Schädigungsfolgen berücksichtigt.

Die Antragsformulare sind unter anderem bei den Versorgungsämtern erhältlich. Um festzustellen, ob eine Behinderung vorliegt, holt das Versorgungsamt Befunde und Auskünfte bei Ärzten und Krankenhäusern ein. Bei mehreren Funktionsbeeinträchtigungen dürfen diese nicht addiert werden. Für den Gesamt-GdB sind die Auswirkungen der einzelnen Funktionsstörungen in ihrer Gesamtheit unter Berücksichtigung der wechselseitigen Beziehungen zueinander maßgebend.

Nur wenn die Gesamtauswirkungen der verschiedenen Beeinträchtigungen so gravierend sind wie beispielsweise beim Verlust einer Hand, kann ein GdB von 50 angenommen werden. Ab einem GdB von 20 erhält der Antragsteller den Feststellungsbescheid.

Die Merkzeichen, die für die verschiedenen Arten der Einschränkungen stehen, werden auf dem Ausweis eingetragen und ermöglichen verschiedene Nachteilsausgleiche.

Im Folgenden werden die Merkmale aufgeführt und erklärt:
- G: im Straßenverkehr ist die Person in ihrer Bewegungsfreiheit erheblich eingeschränkt
- aG: die Person ist außergewöhnlich gehbehindert
- Gl: die Person ist gehörlos oder hörbehindert
- H: die Person ist hilflos
- Bl: die Person ist blind
- B: die Person braucht ständige Begleitung und darf eine Begleitperson im öffentlichen Personenverkehr kostenlos mitnehmen
- RF: die Person ist von der Rundfunkgebührenpflicht und gegebenenfalls für den Sozialtarif für Verbindungen im T-Net befreit
- 1.Kl.: die Person darf die Wagen der 1. Klasse bei Zugfahrten mit Fahrausweis der 2. Klasse benutzen.

Der Ausweis ist auf längstens fünf Jahre befristet, kann aber in Fällen, in denen keine Änderung der gesundheitlichen Verhältnisse zu erwarten ist, unbefristet ausgestellt werden. Der Antragsteller kann gegen die Feststellungsbescheide binnen vier Wochen Widerspruch einlegen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


ALLERGIE konkret
Homepage: https://www.daab.de/allergie-konkret/allergiekonkret-32011/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0081/6012


Informationsstand: 27.02.2007

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