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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Risikofaktoren für Leistungseinschränkungen bei psychiatrischen Erkrankungen

Strukturierte Erfassung mit dem sozialmedizinischen Dokumentationsmodul



Autor/in:

Stadtland, Cornelius


Herausgeber/in:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV); Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV)


Quelle:

Versicherungsmedizin, 2010, 62. Jahrgang (Heft 2), Seite 78-84, Karlsruhe: Verlag Versicherungswirtschaft, ISSN: 0933-4548


Jahr:

2010



Abstract:


In den meisten Industrieländern stehen Gesundheitssysteme unter finanziellem Druck. Die stetige Zunahme psychiatrischer Erkrankungen ist dabei ein wichtiger Faktor. Immer komplexere Zusammenhänge zwischen psychiatrischen Erkrankungen und Leistungseinschränkungen führen zu gutachtlichen Herausforderungen, welche nach evidenzbasierten Methoden der Diagnostik verlangen.

Genetische und biologische Risikofaktoren für psychiatrische Erkrankungen können zunehmend valider erfasst werden, der Einfluss psychosozialer und gesellschaftlicher Faktoren ist dagegen bisher nur teilweise empirisch untersucht worden. Viele Ärzte lehnen bisher standardisierte Begutachtungen ab, da sie dies als Verletzung ihrer klinischen Freiheit empfinden. Dies führt dazu, dass Begutachtungsergebnisse zufällig entstehen können.

Mit dem vorgestellten Diagnosemodul können psychosoziale und gesellschaftliche Faktoren strukturiert erfasst werden, um diese einer wissenschaftlichen Auswertung zugänglich zu machen. Das Modul ermöglicht es Untersuchern, wesentliche Einflussfaktoren nicht zu übersehen. In Verbindung mit den Minimalanforderungen sind sie ein Schritt in Richtung einer Qualitätsverbesserung psychiatrischer Begutachtungen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Risk factors for invalidity in psychiatric disorders

Development of an empirically based assessment tool

Abstract:


The staggering amount of health-related disability associated with psychiatric disorders is increasing medical claim costs. Government-run health systems and social health insurances are under pressure in almost every developed country.

The complex interrelationship of these disorders and disability pensioning poses a number of challenges and emphasises the need for specialists in psychiatric medicine. In the past, physicians did not favour standardised expert testimonies because it often limits a physician's freedom to decide.

In this study an empirically based assessment instrument was developed to predict the final outcome, with respect to future disability. Further prospective clinical research should aim to differentiate subjects with 'high risks' from those with a better prognosis.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Versicherungsmedizin
Homepage: https://www.vvw.de/index.php?parent=260&idcat=266&namesub=Ze...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0083/8254


Informationsstand: 21.06.2010

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