Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Eingliederung behinderter Menschen in Arbeit, Beruf und Gesellschaft

Ein Programm des VdK Deutschland



Autor/in:

Hirrlinger, Walter


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 1992, 2. Jahrgang (Heft 2), Seite 107-119, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

1992



Abstract:


Die Eingliederung behinderter Menschen in Arbeit, Beruf und Gesellschaft ist eine zentrale Aufgabe des Sozialstaates Bundesrepublik Deutschland. Diese Aufgabe wird nicht zuletzt dadurch erschwert, dass einerseits das Behindertenrecht in einer Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften geregelt ist und andererseits das System der Hilfen und Nachteilsausgleiche insbesondere für Schwerbehinderte zur medizinischen, beruflichen und sozialen Ein- und Wiedereingliederung nicht ausreicht.

Der VdK bewertet deshalb die Schaffung eines Sozialgesetzbuches IX in dieser Legislaturperiode als einen wesentlichen Schritt hin zur Chancengleichheit von Behinderten und Nichtbehinderten. Er unterstreicht die Notwendigkeit, neben der Kodifizierung der maßgebenden Vorschriften der Rehabilitation materiellrechtliche Verbesserungen vorzunehmen. Rehabilitation muss als ein ganzheitliches Maßnahmenbündel verstanden werden, das dem Behinderten unabhängig von Art und Ausmaß der Behinderung und bestehendem Einkommen oder Vermögen die bedarfsgerechte Hilfe gewährleistet. Mit den zusammengefassten Vorschlägen und Forderungen legt der VdK ein Konzept vor, das wesentliche Schwerpunkte für das zu schaffende Sozialgesetzbuch IX enthält.

Im Folgenden werden stichpunktartig einige Punkte vorgetragen:
- Leistungsrecht fortentwickeln
- Prävention vor Rehabilitation
- gezielte Förderung von behinderten Frauen
- Anstreben eines menschenwürdigen Lebens auch für Schwerstbehinderte
- verstärkte Rehabilitation für Pflegende (sozialversicherungsrechtliche Absicherung, berufliche, medizinische und soziale Anpassungsmaßnahmen für unentgeltlich tätige Pflegepersonen)
- finanzielle Sicherung des Rehabilitanden und seiner Familie

Darüber hinaus unterbreitet der VdK seine Vorstellungen von Rehabilitation, und zeigt detailliert die medizinische und die berufliche Rehabilitation und macht Vorschläge für besondere Hilfen zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile und zur beruflichen Eingliederung Schwerbehinderter (zum Beispiel Schwerbehindertenvertretungen stärken, begleitende Hilfen im Arbeitsle ben ausbauen, mehr Anreize für Arbeitgeber schaffen, mehr Personal für die Hauptfürsorgestellen usw.).

Im Anhang befinden sich zum einen Angaben aus der Schwerbehindertenstatistik und zum anderen Leitlinien für ein Gesetz zur Förderung von Firmen für Behinderte.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/0015


Informationsstand: 10.04.1992

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