Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Reha-Leistungen auch für Berufsanfänger


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 1994, 4. Jahrgang (Heft 1), Seite 40-41, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

1994



Abstract:


Zu erleichterten Bestimmungen
Durch Rehabilitationsleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung sollen Beeinträchtigungen der Erwerbsfähigkeit des Versicherten oder sein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben verhindert oder eine möglichst dauerhafte Wiedereingliederung in das Erwerbsleben gesichert werden (Rehabilitation vor Rente).

Grundlage für die Gewährung einer Leistung zur Rehabilitation ist die Erfüllung gewisser persönlicher und versicherungsrechtlicher Voraussetzungen. Auch Berufsanfänger können diese Voraussetzungen schon erfüllen, denn für sie gelten erleichterte Bestimmungen.

Leistungen erhalten Versicherte und Berufsanfänger, deren Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder gemindert ist und bei denen, mit einiger Aussicht auf Erfolg, durch die Leistungen
- bei erheblich gefährdeter Erwerbsfähigkeit eine Minderung der Erwerbsfähigkeit abgewendet werden kann oder
- bei bereits geminderter Erwerbsfähigkeit diese wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder der Eintritt vor Erwerbsunfähigkeit oder Berufsunfähigkeit abgewendet werden kann.

Neben den persönlichen Voraussetzungen gelten auch noch versicherungsrechtliche Voraussetzungen. Dabei unterscheidet man zwischen der
- medizinischen Rehabilitation, also einer Heilbehandlung, und der
- beruflichen Rehabilitation (zum Beispiel Umschulung).

Für die medizinische Rehabilitation sind die allgemeinen Voraussetzungen:
- die Erfüllung der Wartezeit von 15 Jahren oder
- der Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

oder
- sechs Kalendermonate Pflichtbeitragszeiten in den letzten zwei Jahren vor der Antragstellung.

Für Berufsanfänger ist ausreichend, dass sie innerhalb von zwei Jahren nach einer Schul- oder Berufsausbildung eine versicherte Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit aufgenommen und bis zum Antrag ausgeübt haben oder nach einer solchen Beschäftigung oder Tätigkeit bis zum Antrag arbeitsunfähig oder arbeitslos gewesen sind.

Für die berufliche Rehabilitation gelten folgende Voraussetzungen:
- die Erfüllung der Wartezeit von 15 Jahren oder
- der Bezug einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit.

Hier gibt es für Berufsanfänger keine erleichterten Bestimmungen. Zuständig für eine notwendige Umschulung ist dann stets das Arbeitsamt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/0055


Informationsstand: 04.07.1994

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