Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gleichstellung - Arbeitsplatz bekommen oder erhalten

Regelung des § 2 Schwerbehindertengesetz nicht unumstritten



Autor/in:

Arlitt, P.


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 1995, 5. Jahrgang (Heft 9), Seite 544-545, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

1995



Abstract:


Nach § 2 Absatz 1 SchwbG sollen Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber wenigstens 30, bei denen im Übrigen die Voraussetzungen des § 1 vorliegen, aufgrund einer Feststellung nach § 4 auf ihren Antrag vom Arbeitsamt Schwerbehinderten gleichgestellt werden, wenn sie infolge ihrer Behinderung ohne die Gleichstellung einen geeigneten Arbeitsplatz nicht erlangen oder nicht behalten können.

Das Vorliegen einer Behinderung mit einem GdB von weniger als 50, aber wenigstens 30, wird durch das Versorgungsamt festgestellt beziehungsweise getroffen. Die Entscheidung über die Gleichstellung nach § 2 erfolgt durch das Arbeitsamt. Der Behinderte muss einen Antrag an das Arbeitsamt stellen und schlüssig begründen, dass zwischen seiner Behinderung und seiner Arbeitslosigkeit ein unmittelbarer Zusammenhang besteht.

Gegenstand der Entscheidung des Arbeitsamtes ist ausschließlich die Frage, ob der Gleichzustellende aufgrund seiner Gleichstellung leichter einen Arbeitsplatz finden oder behalten kann. Die Entscheidung hat keinen medizinischen, sondern ausschließlich arbeitsmarktpolitischen Charakter. Kernpunkt der Entscheidung ist also immer die Frage, ob sich die Chancen des Antragstellers durch die Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt verbessern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/1295


Informationsstand: 25.10.1995

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