Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebe profitieren von Prävention und Rehabilitation

Sechzehntes Rehawissenschaftliches Kolloquium zu gesundem Altern



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 2007, 17. Jahrgang (Heft 5), Seite 307-309, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

2007



Abstract:


Unter dem Motto Gesund älter werden - mit Prävention und Rehabilitation - veranstaltete die Deutsche Rentenversicherung Bund zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften und dem Lehrstuhl für Versorgungssystemforschung und Grundlagen der Qualitätssicherung in der Rehabilitation in der Charité Universitätsmedizin Berlin im März ihr 16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium in Berlin.

Das Leitthema des Bereichs innovative Werkstattgespräche lautete: Reha-Konzepte für ältere Arbeitnehmer.

Der Arbeitgeber ist seit der Veränderung des SGB IX verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement einzurichten. Dr. Lutz Trowitzsch, leitender Arzt des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin der Paracelsus-Klinik an der Gande in Bad Gandersheim, entwickelte ein professionelles Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) für mittlere und große Betriebe.

Das Projekt hatte zum Ziel, älteren langzeiterkrankten Arbeitnehmern frühzeitig rehabilitative, berufsorientierte und sozialmedizinische Leistungen zukommen zu lassen, um Inaktivität und Chronifizierung zu vermeiden. Dies sollte durch institutionelle Vernetzung erreicht werden.

Die Arbeitnehmer sind fünf Tage stationär in der Klinik und werden fachärztlich begutachtet. Zur Erfassung des Restleistungsvermögens steht die Testung der Funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL-Test) im Vordergrund. Die Arbeitsschwere, die Arbeitshaltung und die Körperfortbewegung werden in 29 arbeitstypischen Bewegungsabläufen im Labor getestet und bewertet.

Das Leistungsprofil wird dann mit dem arbeitsplatzbezogenen Anforderungsprofil abgeglichen. Daneben werden zum Beispiel gruppendynamische Belastungsfähigkeit und psychische Beeinträchtigung abgeklärt und durch arbeitsspezifische, psychometrische Tests gesichert. Die abschließende Stellungnahme vermittelt dem Arbeitnehmer, den Betriebsärzten und Betriebskrankenkassen ein Bild der aktuellen und langfristigen Leistungsfähigkeit.

Es ist zusammenzufassen, dass die soziale Verantwortung einer nachhaltigen Wirtschaft vor dem Hintergrund der Erhöhung des durchschnittlichen Alters der Arbeitnehmer auch heute schon dazu verpflichtet, sich intensiver um die älteren und leistungsgewandelten Mitarbeiter zu sorgen. Das Betriebliche Eingliederungsmanagement sei hierfür ein geeignetes Instrument.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/6195


Informationsstand: 06.07.2007

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