Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Fahreignung nach neurologischen Erkrankungen

Analyse der beruflichen Reintegrationsperspektive



Autor/in:

Küst, Jutta


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 2007, 17. Jahrgang (Heft 9), Seite 551-553, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

2007



Abstract:


Oftmals ist Mobilität eine zentrale Voraussetzung für die Teilnahme am sozialen und beruflichen Leben. Einige Behinderungen können jedoch die Fahreignung beeinträchtigen. Die Bestimmungen zur Fahreignung nach Hirnschädigungen und die Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit sind international sehr unterschiedlich. In Deutschland werden die maßgeblichen Bestimmungen in der Verordnung über die Zulassung von Personen zum Straßenverkehr aufgeführt.

Das Ziel der Studie, die Jutta Küst in dem Artikel vorstellt, ist die Ermittlung der Relevanz der Fahreignung nach neurologischen Erkrankungen unter besondere Berücksichtigung der Erwerbstätigkeit. Im Rahmen der Studie wurde die Anzahl der Patienten ermittelt, bei denen aufgrund einer neurologischen Erkrankung die Fahreignung eingeschränkt war sowie die Ursachen der Eignungsmängel.

Zur Beurteilung wurden neurologische und neuropsychologische Untersuchungen durchgeführt. Die neurologische Beurteilung basierte auf der Anlage 5 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV), die medizinische Beurteilung auf der Anlage 4 der Fahrerlaubnisverordnung. Zur Beurteilung der Bedeutung der Fahreignung für die berufliche Reintegration wurde ein standardisiertes Interview durchgeführt.

Es ergab sich, dass bei 53 Prozent der Patienten zum Entlassungszeitpunkt die Fahreignung nicht gegeben war, bei der medizinischen Beurteilung ergab sich dies für 45 Prozent. Von den Befragten waren 76 Prozent auf das Auto zum Erreichen des Arbeitsplatzes angewiesen, für 65 Prozent gab es zum Auto keine Alternative. 49 Prozent aller Befragten fürchteten den Verlust ihres Arbeitsplatzes durch das Fehlen der Fahreignung.

Im Sinne der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) stellt das Fehlen der Fahreignung eine Barriere bei der Teilhabe am Arbeitsleben dar. Weiterhin zeigt sich, dass die Einschränkung der Fahreignung für einen Großteil der Betroffenen ein Problem bei der Reintegration darstellt. Aus diesem Grund sollte schon frühzeitig angestrebt werden, die Fähigkeit zum Führen eines Kraftwagens zu erhalten. In Deutschland bedarf es darüber hinaus klarer Richtlinien.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/6352


Informationsstand: 16.11.2007

in Literatur blättern