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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Chancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt steigern

Förderpraxis der Integrationsämter für schwerbehinderte Menschen



Autor/in:

Seel, Helga


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 2011, 21. Jahrgang (Heft 4), Seite 221-227, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

2011



Abstract:


Helga Seel beschreibt die Entwicklung der Förderpraxis der Integrationsämter für schwerbehinderte Menschen. Für eine einheitliche Förderpraxis erarbeiten die Integrationsämter eigene BIH-Empfehlungen (BIH = Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen), die kontinuierlich weiterentwickelt werden und so zum Erfolg der Integrationsunternehmen beitragen. 47,6 Millionen Euro stehen für die Unterstützung der Integrationsfirmen zur Verfügung, von denen 76 Prozent für den besonderen Aufwand und den Ausgleich von außergewöhnlichen Belastungen aufgewandt wird.

Die Integrationsfirmen verfolgen mit ihrer Arbeit einen doppelten Auftrag. Zum einen wollen sie sich wirtschaftlich am Markt behaupten zum anderen möchten sie sie Menschen mit Behinderung dauerhaft beschäftigen. Deshalb ist die betriebswirtschaftliche Beratung der Integrationsämter ein unverzichtbarer Bestandteil des Förderpakets um eine Unternehmensidee erfolgreich zu realisieren. Das Unternehmen wird dadurch wettbewerbsfähiger und damit unabhängiger von öffentlichen Mitteln gemacht.

Wie diese betriebswirtschaftliche Beratung auszusehen hat, hat der Gesetzgeber nicht festgelegt, sodass die Integrationsämter unterschiedliche Formen gewählt haben. So unterstützt die erste Gruppe die Finanzierung von Beraterstellen bei der FAF oder bei Handwerkskammern die zweite bewilligt Leistungen zum Einkauf betriebswirtschaftlicher Beratung und die dritte Gruppe ermöglicht die Hinzuziehung zusätzlicher Expertenberatung je nach Branche.

Mit 22416 Beschäftigten im Jahr 2009 waren die Integrationsunternehmen erfreulich stabil und trotzten auch der Wirtschaftskrise, sodass keine größeren Insolvenzen zu verzeichnen waren, so die Autorin. Durch die Förderung der Integrationsfirmen haben Menschen mit Behinderung die Möglichkeit am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt teilzuhaben.

Die Leistungen der Integrationsämter finanzieren sich durch die Ausgleichsabgabe und sind abhängig von den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die Entwicklung ist nicht steuerbar von Integrationsämtern. Sie verpflichten sich jedoch bei der Förderung von Arbeitsplätzen verlässliche Förderzusagen zu treffen. Dabei haben die bestehenden Integrationsprojekte Priorität vor den neuen.

Für ausgelagerte Arbeitsplätze, dass diese auch in Integrationsfirmen geführt werden können sodass sie in ein reguläres Arbeitsverhältnis münden können.

Um eine hohe Professionalität eines Integrationsbetriebes zu gewährleisten überprüfen die Integrationsämter die Qualifikationen der Geschäftsführung. Zudem organisieren sie Fortbildungen um die Führungskräfte im Integrationsbetrieb mit dem Schwerbehindertenrecht und den arbeitsrechtlichen Regelungen wie zum Beispiel dem besonderen Kündigungsschutz vertraut zu machen.

Die Integrationsämter sprechen sich für die Umsatzsteuerermäßigung aus, um Arbeitsplätze schwerbehinderter Menschen zu sichern. Zudem unterstützen sie die Idee der Arbeitnehmerüberlassung die Menschen mit Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht. Wichtigstes Ziel jedoch sei es, so Helga Seel die Weitergabe der Menschen mit Behinderung an ganz normale Arbeitgeber um bei diesen die Bereitschaft zu erzielen Menschen mit Behinderung einzustellen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/8756


Informationsstand: 25.08.2011

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