Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Medizinische Rehabilitation bei Diabetes mellitus Typ 2

Frauen und Männer benötigen unterschiedliche Angebote



Autor/in:

Manteuffel, Leonie von


Herausgeber/in:

Sozialverband VdK Deutschland e.V.


Quelle:

Sozialrecht und Praxis, 2011, 21. Jahrgang (Heft 8), Seite 515-517, Bonn: Eigenverlag, ISSN: 0939-401


Jahr:

2011



Abstract:


Laut neuester wissenschaftlicher Untersuchungen brauchen Männer und Frauen mit Diabetes mellitus Typ 2 unterschiedliche Rehabilitationsangebote aufgrund deutlicher Unterschiede in ihrer bio-psychosozialen Situation. So profitieren Frauen von typischen Reha-Angeboten und deren Ausgestaltung nicht im selben Maß wie ihre Mitpatienten.

Die Autorin führt aus, dass in Einzel- und Gruppeninterviews die schlechtere Bildungs- und Berufssituation von Diabetikerinnen deutlich wurde, die nach einer Rehabilitation zu noch schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu führen scheint. Daher ist es besonders wichtig, gerade die Frauen während der Rehabilitation für die Wiedereingliederung in den Beruf mit sozialmedizinischer Beratung und Unterstützung zu bestärken.

In der Studie wurde ebenfalls untersucht welche Therapie- und Trainingsangebote, die zur Krankheitsbewältigung und Teilhabe beitragen, genderspezifisch abgewandelt werden müssen, um den Frauen gerecht zu werden. So sollten die psychosozialen Belastungen wie zum Beispiel Doppel- und Dreifachbelastung von Beruf, Haushalt und Pflege von Angehörigen mit Stressbewältigungsseminaren mehr in den Mittelpunkt der Behandlung gerückt werden.

Auch in der Nachsorge unterscheiden sich die Bedürfnisse von Männern und Frauen. So wurde die Intervallrehabilitation mit Nachsorgewoche in der Klinik von Frauen meist als Zusatzbelastung zu den familiären Verpflichtungen gesehen. Daher eigenen sich für Frauen wohnortnahe Angebote zu passenden Zeiten.

Einen letzten Unterschied zwischen Männern und Frauen zeigt die Nachsorge über das Telefon. Während die Männer weniger Probleme damit hatten mit Fremden über persönliche Dinge zu sprechen, schien es den Frauen zumeist unangenehm zu sein. Auch hier müssen Angebote angepasst werden damit die Frauen die notwendigen Verhaltensänderungen für die Stoffwechselerkrankung in ihren Alltag aufnehmen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Sozialrecht + Praxis - Fachzeitschrift für Sozialpolitiker und Schwerbehindertenvertreter
Homepage: https://www.vdk.de/deutschland/pages/presse/6320/sozialrecht...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0102/8911


Informationsstand: 28.09.2011

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