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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Projekt Selbstständig leben


Autor/in:

Imhof, Ingeborg E.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Medizin-Technischer Dialog (MTDialog), 2000, 26. Jahrgang (Heft 11), Seite 93-94, Amtzell: MTD, ISSN: 0935-137-X


Jahr:

2000



Abstract:


Im Fokus des Projektes stehen die Verbesserung der Selbstständigkeit und Lebensqualität von Patienten und Angehörigen sowie die Optimierung der Hilfsmittelversorgung. Mit der allgemeinen elektronischen Vernetzung haben Projekte wie das von Ingolstadt gute Chancen, sich schnell zu etablieren, geht es doch auch um die Entwicklung und Vernetzung einer Nachsorge-Infrastruktur für die häusliche Betreuung sowie die Einführung von innovativen Produkten und Dienstleistungen in die Regel-Versorgung der Krankenversicherung.

Wie die Projektgruppe versichert, soll die Steuerung dieses Projektes völlig unabhängig vom Einfluss verschiedener Hersteller sowie entsprechender Sanitätshäuser geschehen. Projektpaten für den Anschub von 'Selbstständig leben' sind das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit, Bayern Innovativ, die AOK Bayern, das Klinikum Ingolstadt und diverse Herstellerfirmen.

Die Frage nach der Finanzierbarkeit taucht immer wieder auf. Die Projektpaten scheinen sich aber deshalb einig zu sein, da mittel- bis langfristig den Aufwendungen für innovative Hilfsmittel Einsparungen bei Überwachung, Pflege und Betreuung gegenüberstehen. Im Zentrum steht der betreuungsbedürftige Patient zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder Unfall.

'Es soll ein Netzwerk geschaffen werden', so Dr. Beate Berleth, 'in dem alle am Rehabilitationsprozess Beteiligten, vom Akutkrankenhaus über Rehabilitationseinrichtungen, niedergelassene Ärzte, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen, ambulante Pflegedienste und Therapeuten kontinuierlich ihr Wissen austauschen und ihre Kenntnisse in der rehabilitativen Versorgung erweitern können ...!' Mit im Netzwerk arbeiten das Geriatriezentrum Neuburg, das Klinikum Bad Göggingen (Neurologische Klinik) sowie die Neurologische Klinik Kipfenberg.

100 Patienten des Klinikums Ingolstadt mit Kommunikations- und/ oder Bewegungsstörungen und einem komplexen Hilfsmittelbedarf sowie deren Angehörige sind in diesem Projekt integriert. Der Versicherungsträger sieht, so Ressortdirektor Harold Engel von der AOK Bayern, 'in diesem Vorhaben die Überwindung klassischer Grenzen zwischen stationärer Versorgung und einem Leben in eigener Häuslichkeit.'

Und so läuft das Projekt ab: Am Ende einer stationären Behandlung stehen entweder die Entlassung nach Hause oder die Verlegung in eine Rehabilitationsklinik. Wird der Patient nach Hause entlassen, gibt es ein Beratungsgespräch, einen Hausbesuch, eine Erstellung eines Hilfsmittelplans, häusliche Versorgung und regelmäßige Kontrollbesuche mit Datenerhebung. Bei einer Verlegung in die Rehabilitationsklinik kommen zum Tragen: Beratungsgespräch, vorläufiger Hilfsmittelplan, Rückmeldung, ob Hausbesuch erforderlich, Rückmeldung über definitiven Hilfsmittelbedarf, Erstellung des endgültigen Hilfsmittelplanes.

Das weitere Procedere entspricht dem bei der Entlassung nach Hause. Eine Auswertung und Publikation der erhobenen Daten bezüglich Zustand, Befindlichkeit, Lebensqualität und Qualität der Hilfsmittelversorgung soll erfolgen. Angepeilt ist hierfür der Herbst 2001.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Magazin MTDialog
Homepage: https://www.mtd.de/cms/index.php/verlagsprodukte/mtdialog-ma...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0110/2997


Informationsstand: 25.09.2001

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