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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Autofahren nach Schlaganfall?


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

hw-studio weber


Quelle:

Not, 2003, 12. Jahrgang (Heft 5), Seite 66-67, Leimersheim: hw-studio weber, ISSN: 1616-2234


Jahr:

2003



Abstract:


Der Artikel diskutiert die Frage, ob und unter welchen Umständen ein Mensch mit Hirnverletzungen oder nach einem Schlaganfall noch ein Kraftfahrzeug führen kann. Er klärt über die rechtlichen Pflichten eines Autofahrers auf und gibt den Hinweis auf eventuelle Prüfungen von der Führerscheinstelle und dem Tüv. Abschließend werden verschiedene Kontaktadressen genannt.

Die Fahrtauglichkeit nach einem Schlaganfall mit bleibender Hirnschädigung wird nicht nur an eventuellen körperlichen Einschränkungen gemessen, sondern auch an den Auswirkungen der Hirnschädigung wie Gesichtsfeldeinschränkungen, Reaktionsminderung, Einschränkung der geteilten Aufmerksamkeit, Gedächtnisstörungen, und Raumorientierungsstörungen.

Der Führerschein bleibt auch nach einem Schlaganfall gültig, ist der Fahrer jedoch fahruntauglich, macht er sich beim Fahren strafbar und muss zum Beispiel im Unfallsfall für die Schäden persönlich haften. Fahruntauglich ist nach der Straßenverkehrsordnung, wer die notwendigen körperlichen und geistigen Anforderungen nicht erfüllt.

Eine Meldepflicht für Post-Schlaganfallpatienten besteht nicht, jedoch besteht eine generelle Vorsorgepflicht bei vermuteter eingeschränkter Fahrtauglichkeit. Die Vorsorge besteht in der freiwilligen Mitteilung über die Erkrankung oder Einschränkungen zusammen mit der Beantragung auf Änderung des Führerscheins und Eintrag der erforderlichen Auflagen sowie die Einreichung eines aktuellen fachärztlichen Gutachtens.

Die Straßenverkehrsbehörde entscheidet aufgrund des Gutachtens, ob eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) oder nur ein Fahrgutachten nötig sind.

Eine MPU und das Fahrgutachten können beim TÜV veranlasst werden und bestehen aus:
- Medizinischer Untersuchung, neustes Gutachten
- behinderungsgemäßer Reaktionstest
- Gespräch mit Psychologen
- Fahrproben

Bei umgerüstetem Fahrzeug werden in der Regel Fahrstunden und Fahrprobe vom TÜV vorgeschlagen.

Der Artikel wurde von der Selbsthilfegruppe Schlaganfall Würzburg erstellt, die mit dem Thema Autofahren nach dem Schlaganfall einen Schwerpunkt in ihrer Arbeit setzt.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin NOT
Homepage: http://not-online.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0113/4002


Informationsstand: 19.11.2003

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