Inhalt

Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Kuckuck - wo ist die Norm?

Bericht über eine Tagung der Internationalen Standardisierungsorganisation - ISO - TC Hilfen für Behinderte vom 18. bis 24.09.2005 in Toronto - Kanada



Autor/in:

Behling, Klaus


Herausgeber/in:

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)


Quelle:

Die Gegenwart, 2006, 60. Jahrgang (Heft 1), Seite 22-24, Bonn: Eigenverlag


Jahr:

2006



Abstract:


Unter Leitung von Prof. Osamu Sueda und dem Sekretariat von Peter Schroeder fand im September 2005 die dritte Tagung der Internationalen Standardisierungsorganisation statt. Beteiligt waren unter anderem Australien, Deutschland, Kanada und die Schweiz, die jeweils Vertreter zu den Tagungen schickten.

In vielen Ländern gibt es bereits Normen für akustische oder taktile Ampeln, ebenso für Bodenindikatoren. Ziel der Tagung ist es, eine Vereinheitlichung der Normen zu schaffen und den Ländern in Rat und Tat zur Seite zu stehen, die gerade mit der Umsetzung beginnen.

Der Committee Draft der ISO 23600 'akustische und taktile Fußgängerampeln' wurde bereits von 13 Ländern bestätigt und Anfang 2006 soll der Entwurf des Draft of International Standard vorliegen. Diese Norm umfasst Anforderungen und Empfehlungen, unter anderem die Einbauhöhen der Anforderungsknöpfe. Für die Anzeige der Grünphase wurde eine Mischfrequenz von 800 bis 3500 Hz, für Einzelfrequenzen eine Frequenz von 2000 empfohlen.

Nicht vereinheitlicht wurden die unterschiedlichen Freigabesignale in verschiedenen Ländern, beispielsweise Vogelstimmen in Nordamerika und Ping-Pong-Signale in Japan. Eine Normierung wird durch eine spätere Überarbeitung oder Neufassung der Norm angestrebt.

Beim zweite Arbeitsschwerpunkt, der ISO 23599 taktile Bodenindikatoren, herrscht weiterhin Uneinigkeit, denn hier gehen die Vorstellungen sehr weit auseinander. Die verschiedenen Anforderungen an Bodenindikatoren hängen je nach Einsatzort zum Beispiel von Klimabedingungen ab.

Festgelegt hat man sich darauf, dass Bodenindikatoren mit dem Langstock, Füßen und durch einen Kontrast zur Umgebung erkennbar sein müssen. Es werden außerdem zwei Profile, Noppen zur Warnung und Rippen als Leitfunktion, verwendet. Beim Profil zur Anzeige von Richtungsänderungen kam man vorläufig zu keiner Einigung, es wurde lediglich eine Notwendigkeit einer Differenzierung der Aufmerksamkeitsfelder festgestellt. Grundempfehlungen wurden zu Markierungen von Treppen, Rampen und Rolltreppen gegeben. Außerdem wurde festgelegt, wie Bodenindikatoren angeordnet sein sollen. Diskutiert wurden darüber hinaus auch zukünftige Projekte für ISO Normierungsaufgaben.

Obwohl noch keine allumfassenden Normen entstehen, lässt sich abschließend feststellen, dass die 'Arbeit ein wichtiger Schritt zur größeren Vereinheitlichung' ist. So werden Grundstandards gesetzt und Empfehlungen zu weiteren Entwicklungen gegeben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Verbandszeitschrift Sichtweisen (vormals: 'Die Gegenwart')
Homepage: https://www.dbsv.org/verbandszeitschrift-sichtweisen.html

Sichtweisen erscheint in verschiedenen Formaten: als sehbehindertengerechte Schwarzschrift-Ausgabe, in Punktschrift zum Lesen mit den Fingern oder zum Hören auf der DAISY-CD 'DBSV-Inform', die zusätzlich die Hörzeitschriften der DBSV-Landesvereine enthält.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0114/0024


Informationsstand: 04.01.2006

in Literatur blättern