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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Bildungschancen in der Diskussion


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)


Quelle:

Die Gegenwart, 2007, 61. Jahrgang (Heft 2), Seite 28-29, Berlin: Eigenverlag


Jahr:

2007



Abstract:


Im Oktober 2006 trafen sich 165 Mitarbeiter des BSV Brandenburg e.V., der BWS Behindertenwerk gGmbH und des Behindertenwerks Spremberg e.V., Pädagogen der Brandenburgischen Schule für Blinde und Sehbehinderte und des Internates des Förderzentrums in Königs Wusterhausen zu einer Tagung unter dem Motto: 200 Jahre Blindenbildung in Deutschland.

Im Land Brandenburg können derzeit alle von Blindheit oder Sehbehinderung bedrohten Kinder im Rahmen der Frühförderung fachgerecht betreut werden. Bei der Erziehung und Bildung von sehbehinderten Kindern müssen Elternhaus und Schule eine Einheit bilden. Bevor Eltern eine Entscheidung treffen, ob sie ihr Kind integrativ am Heimatort oder an einer Förderschule unterrichten lassen möchten, sollten sie sich fachkompetent beraten lassen.

Da Lesen und Schreiben entweder der normalen Schrift oder der Blindenschrift eine wichtige Voraussetzung für eine spätere Berufsausbildung sind, muss es gelingen, dass das sehbehinderte Kind dies im Rahmen der eigenen Möglichkeiten erlernt. Des Weiteren muss der Förderbedarf sehbehinderter Kinder nach einheitlichen Kriterien und nicht nach der Finanzlage der Landkreise festgelegt werden. Bei späterblindeten Menschen, die in ein Berufsförderungswerk vermittelt werden, ist die Kostenfrage vorab zu klären. Die Berufsförderungswerke sollten außerdem damit aufhören, sehbehinderte Menschen im traditionellen Blindenhandwerk auszubilden, denn hierfür gibt es keine Arbeitsplätze mehr. Ältere sehbehinderte Menschen müssen ebenfalls ein Bestandteil des sozialen Gefüges bleiben. Die Zuständigkeitsfrage ist von der Landesregierung zu regeln.

Zusammenzufassen sind die folgenden Empfehlungen:
Frühfördereinrichtungen sollen sich besonders auf ihre Tätigkeit und die Erfüllung des Qualitätsmanagements konzentrieren. Das Brandenburger Schulgesetz muss Regelungen beispielsweise zur Finanzierung von Schulinternaten enthalten und Förderausschüsse müssen nach landeseinheitlichen Richtlinien entscheiden. Arbeitsplätze dürfen außerdem nicht durch Kürzungen der Fördermittel gefährdet werden. Des Weiteren soll die Brandenburgische Schule für Blinde und Sehbehinderte in Königs Wusterhausen in ihrer Struktur erhalten bleiben.

Berufsförderungswerke sollen zukunftsorientierte Berufsausbildungen anbieten. Im Land Brandenburg ist die ambulante und stationäre Behandlung in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten und es sind Regelungen zu schaffen, die Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte gesellschaftliche und berufliche Teilhabe ermöglichen. Die Kommunalisierung der Eingliederungshilfe darf keine Ungleichbehandlung mit sich bringen und sowohl Sozialämter als auch Behörden müssen ihrer Beratungspflicht nachkommen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


WfbM BWS Behindertenwerk gGmbH




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Verbandszeitschrift Sichtweisen (vormals: 'Die Gegenwart')
Homepage: https://www.dbsv.org/verbandszeitschrift-sichtweisen.html

Sichtweisen erscheint in verschiedenen Formaten: als sehbehindertengerechte Schwarzschrift-Ausgabe, in Punktschrift zum Lesen mit den Fingern oder zum Hören auf der DAISY-CD 'DBSV-Inform', die zusätzlich die Hörzeitschriften der DBSV-Landesvereine enthält.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0114/6050


Informationsstand: 02.04.2007

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