Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Stationäre und ganztags-ambulante medizinische Rehabilitation: Weichenstellung im Versorgungs- und Integrationsprozess von Menschen mit chronischen Krankheiten


Autor/in:

Mau, Wilfried


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Rehabilitation, 2013, 25. Jahrgang (Heft 2), Seite 52-61, München-Deisenhofen: Dustri, ISSN: 0937-552X


Jahr:

2013



Abstract:


Vor dem Hintergrund hoher Leistungsverdichtung in den verschiedenen Sektoren des Gesundheitswesens sind grundlegende Weichenstellungen mit einer bio-psychosozialen Orientierung für den Versorgungs- und Integrationsprozess von chronisch Kranken wichtig. Aufgrund ihrer Aufgaben und Kompetenz kommt Rehabilitationskliniken dabei eine große Bedeutung zu. Dort erfolgt eine umfassende Rehabilitationsdiagnostik auf der Basis der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF).

Wichtige Elemente sind eine gemeinsame Zielvereinbarung nach dem Prinzip der partizipativen Entscheidungsfindung, das nicht nur die Patient-Arzt-Interaktion, sondern auch die Arbeit im interdisziplinären Rehabilitationsteam prägt, Patientenschulungsprogramme, die medizinisch-berufliche Orientierung, die Berücksichtigung sozial-medizinisch-beruflicher Problemlagen und nicht zuletzt die sozialmedizinische Begutachtung.

Schließlich werden in der medizinischen Rehabilitation Anschlussmaßnahmen wie Bewegungsaktivitäten, komplexe Nachsorgeprogramme, stufenweise Wiedereingliederung oder Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vorbereitet beziehungsweise empfohlen.

Damit werden nicht nur die Weichen für eine angemessene längerfristige Versorgung mit Erschließung von Unterstützungssystemen gestellt, sondern vor allem für aktivierende und wirksame Handlungskonzepte der Betroffenen im Sinne des Selbstmanagements für die bestmögliche Inklusion in die verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Inpatient and day care medical rehabilitation: course-setting in the health care and integration process of patients with chronic diseases


Abstract:


In the care for patients with chronic illnesses it is of great importance to set the course for health-care and social integration under a bio-psycho-social orientation under a lifespan development perspective. Because of their special competences, rehabilitation hospitals play an important role in this process. They provide comprehensive diagnostic tools in reference to the International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF).

Characteristics of their work are a joint goal attainment process, shared decision making in the patient-doctor interaction and interdisciplinary team work, patient education programs, medical-vocational orientation, the consideration of socio-medical and occupational problems, the initiation of vocational rehabilitation, and the socio-medical appraisal. Self-directed physical activity, complex aftercare programs and stepwise vocational reintegration are initiated. Thereby, the course can be set not only for adequate long-term care with access to supporting systems, but also for activation, self-management and social participation.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Rehabilitation
Homepage: https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0115/0020


Informationsstand: 28.06.2013

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