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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Einstellungen von orthopädischen Rehabilitanden zur stationären, teilstationären und ambulanten Rehabilitation


Autor/in:

Riehemann, Wilhelm; Muthny, Fritz A.; Freutel, H. J. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Rehabilitation, 1996, 8. Jahrgang (Heft 2), Seite 75-82, München-Deisenhofen: Dustri, ISSN: 0937-552X


Jahr:

1996



Abstract:


Zwar werden seit einigen Jahren Modelle der teilstationären Rehabilitation erprobt, aber empirische Daten als Entscheidungshilfe für unterschiedliche Rehabilitationsformen fehlen weitgehend. Vor allem auch die Frage der Akzeptanz durch die Patienten und Wirksamkeit ambulanter/teilstationärer Rehabilitation ist kaum erforscht. 375 orthopädische Rehabilitationspatienten wurden gegen Ende ihrer stationären Heilbehandlung in einer anonymen Fragebogenuntersuchung zu ihrer Einstellung zu verschiedenen Rehabilitationsformen und deren Vor- und Nachteile befragt.

90 Prozent der Befragten erklärten, auch zukünftig eine Rehabilitation durchführen zu wollen. Bezüglich der Präferenz für wohnortnahe oder wohnortferne Rehabilitation nimmt die wohnortferne Rehabilitation mit 70 Prozent weitaus die Spitzenposition ein. Entsprechend sind auch 76 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die ambulante Rehabilitation die stationäre nicht ersetzen kann.

Der Vorteil der stationären Rehabilitation wird von der Mehrheit der Befragten in medizinischen und therapeutischen Programmen, in der guten Schulung des Personals und im Ausspannen und Abstand vom Alltag gesehen; Der Vorteil der teilstationären Rehabilitation in Wohnortnähe in der Möglichkeit, im häuslichen Umfeld zu bleiben sowie Arzt und Angehörige einzubeziehen.

Die Haupteinwände und Widerstände gegen eine teilstationäre Rehabilitation bestehen in der Belastung durch die tägliche An- und Abreise, dem Mangel an Konzentration auf die Therapie und der fehlenden Entlastung von den Alltagsproblemen (mehr als 50 Prozent der Patienten mit starker Zustimmung).


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Attitudes of orthopaedic rehabilitation patients towards inpatient-, partial hospitalization and outpatient rehabilitation


Abstract:


Although models of partial-hospitalization rehabilitation have been tested since a couple of years, there is still a lack of empirical data to support the decision for different rehabilitation modes. Especially the issue of acceptance by the patients and efficacy of outpatient and partial-hospitalization rehabilitation has rarely been investigated.

375 patients in orthopaedic rehabilitation have been asked in the second half of their inpatient stay by an anonymous questionnaire about their attitudes towards different rehabilitation modes and perceived advantages and disadvantages of each mode. 90% would choose rehabilitation again. 70% were in favour of rehabilitation far away from home. 76% pointed out that outpatient rehabilitation will never be able to replace inpatient rehabilitation.

Advantages of inpatient rehabilitation are stressed by the majority of the patients with respect to the medical and therapeutic programmes, to the welltrained staff and to the distraction from all-day-life. Advantages of the partial-hospitalization model are seen in the possibility to stay at home and to involve the family doctor and the relatives. Main objections against partial-hospitalization rehabilitation refer to the strains by daily travelling, the lack of concentration on the therapy and the strain by all-day-problems (more than 50% agree with these positions).


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Rehabilitation
Homepage: https://www.dustri.com/nc/de/deutschsprachige-zeitschriften/...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0115/1519


Informationsstand: 01.10.1996

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