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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Innovative Bildungs-System der Berliner Werkstätten

Lernen in den Berliner Werkstätten



Autor/in:

Reichert, Anne; Much, Detlef


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2006, 22. Jahrgang (Heft 5), Seite 32-33, Frankfurt am Main: Eigenverlag


Jahr:

2006



Abstract:


Die Berliner Werkstätten (BWB) wurden auf der Nürnberger Werkstätten:Messe 2006 mit dem BAG:WfbM-Preis exzellent: ausbildung für das IBS-Konzept ausgezeichnet. Anne Reichert von der Leitung Begleitender Dienst BWB und Dr. Detlef Much aus der Geschäftsführung der BWB erläutern in ihrem Artikel das IBS-Konzept.

Berlins größte Werkstatt war bisher dafür bekannt, hochqualifizierte Arbeit für mehr als 80 Industrie- und Dienstleistungskunden zu verrichten. Die 1.300 Werkstattbeschäftigten decken dabei ein weit reichendes Spektrum an sieben Standorten ab.

Mit der Einführung des SGB IX hat die BWB die in § 5 Absatz 3 formulierte Forderung geeignete arbeitsbegleitende Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Persönlichkeit in den Werkstattalltag zu integrieren auf den Anspruch, arbeitsbegleitend Bildung zu vermitteln, erweitert. Zudem wurde mit dem IBS ein Instrument entwickelt, welches die Bildung systematisch vermittelt.

Ausgangspunkt ist das jährlich stattfindende Rehagespräch. In diesem beraten Werkstattbeschäftigte, Geschäftsleitung und Psychologen über Lernziele und fassen diese zusammen. Hierbei handelt es sich um konkrete Ansatzpunkte, durch welche die Einsetzbarkeit des Beschäftigten gesteigert sowie seine Kompetenzen gestärkt werden sollen. Umgesetzt werden die Zielvereinbarungen im Arbeitsbereich, in begleitenden Maßnahmen sowie im neu entstandenen IBS.

Die aktuellen Zielvereinbarungen werden vom Pädagogischen Dienst im IBS gesammelt und in passende Kursthemen umgesetzt. Die nach Lernniveau differenzierten einfachen und komplexeren Kurse ermöglichen es den Beschäftigten einen für sie optimalen Kurs auszuwählen. Konzipiert werden abgeschlossene, methodisch-didaktisch abgestimmte Unterrichtseinheiten, die der Dozent über ein Semester in Kleingruppen durchführt.

Parallel dazu läuft die Reflexion mit Dozentenkollegen und einer Beratung des Pädagogischen Dienstes. Die Dozenten halten den Verlauf schriftlich fest und geben diese Informationen an die Fachkraft weiter, die diese wiederum in das jährliche Gespräch einbringt. Der Kurs ist folglich ein Baustein des individuellen Rehaplans jedes Werkstattbeschäftigten.

Vier Jahre nach der Einführung werden in allen Werkteilen pro Semester weit über 100 Kurse angeboten. Da das Kurssystem flexibel ist, kann es auf jede Werkstatt übertragen werden. Es unterliegt zudem einem ständigen Wandel, da es die individuellen Zielvereinbarungen aufgreift und paßgenau zuordnet.

Das IBS-Konzept berücksichtigt den Bedarf, der aus den Arbeitsanforderungen des Werkstattbeschäftigten erwächst. Zurzeit wird daran gearbeitet, jeden Kursinhalt mit einem eigenen Lehrplan zu versehen. IBS, so die Autoren, sei die passende Antwort auf die Neugier der Beschäftigten und ein gelungenes Instrument mit dem ein lebenslanges Lernen in der Werkstatt sichergestellt wird.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Berliner Werkstätten für Behinderte GmbH (BWB) | Rehadat-Werkstätten




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0117/0041


Informationsstand: 15.11.2006

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