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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Werkstätten erleichtern die Integration


Autor/in:

Schroedter, Elisabeth


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG WfbM)


Quelle:

Werkstatt:Dialog, 2007, 23. Jahrgang (Heft 2), Seite 13-14, Frankfurt am Main: Eigenverlag


Jahr:

2007



Abstract:


Die Autorin, Mitglied des Europäischen Parlaments und des Ausschusses für Beschäftigung und Soziales, äußert sich zur Stellung sozialer Dienste auf europäischer Ebene.

Sie stellt heraus, dass soziale Dienste dem Gemeinwohl dienen, indem sie dem einzelnen Schutz und Unterstützung bereitstellen. Entsprechend herrscht auf europäischer Ebene Einigkeit darüber, dass den sozialen Diensten eine besondere Rolle und ein besonderer Schutzcharakter zukommen.

Mit der Ausweitung des europäischen Binnenmarktes auf den Dienstleistungsbereich wurde jedoch deutlich, dass nicht geklärt ist, wie mit dem besonderen Stellenwert von Dienstleistungen im sozialen Bereich umzugehen ist. Allerdings habe sich gezeigt, dass es Einschränkungen der Liberalisierung des Binnenmarktes zugunsten des sozialen Sektors geben muss. Gleichzeitig wird an einer ökonomischeren Ausrichtung von sozialen Dienstleistungen gearbeitet, wobei der gesellschaftlich-soziale Auftrag gegeben bleiben muss.

Diese Zweischneidigkeit von wirtschaftlichem Nutzen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des gesellschaftlich-sozialen Auftrags war Anlass zu einer Debatte um die sogenannte Dienstleistungsrichtlinie. Dabei stellten die Grünen im Europaparlament heraus, dass auch bei einer ökonomischen Organisation von Sozialdiensten immer persönlichkeitsfördernde Maßnahmen im Mittelpunkt stehen müssen.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen jedoch zunächst die Standards der Länder der Europäischen Union im Bereich der sozialen Dienstleistungen aneinander angeglichen werden. Es müsse, so Schroedter, eine allgemeine Rahmenrichtlinie geschaffen werden, welche die Bedeutung der sozialen Dienste zusätzlich zu den Regelungen im Vertrag gesetzlich verankert. Dazu müssen politische und soziale Akteure intensiv zusammenarbeiten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Werkstatt:Dialog
Homepage: https://www.bagwfbm.de/wdg

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Referenznummer:

R/ZS0117/6135


Informationsstand: 25.05.2007

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