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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit


Autor/in:

Seidel, Michael


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Geistige Behinderung, 2003, 42. Jahrgang (Heft 3), Seite 244-254, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 0173-9573


Jahr:

2003



Abstract:


Im Mai 2001 verabschiedete die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (International Classification of Functioning, Disability and Health, ICF). Sie wurde damit für die Mitgliedsländer der WHO verbindlich.

Mit der ICF ist der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (International Classification of Diseases, ICD) ein neues Mitglied der Internationalen Klassifikationen zur Seite gestellt worden.

Diese neue Klassifikation wird weitrechende Auswirkungen im Bereich der Rehabilitation einschließlich der Behindertenhilfe entfalten - sowohl im theoretisch-konzeptionellen als auch im praktischen Bereich. Sie klassifiziert nicht Krankheiten oder verwandte Störungen, sondern deren Auswirkungen, die Behinderungen, die auf verschiedenen Ebenen mit ihnen verbunden sind.

Der Beitrag stellt die Vorgeschichte der ICF, das Verhältnis von ICF und ICD, die Ziele und Anwendungsbereiche der ICF ebenso dar wie zentrale Begriffe und Definitionen der ICF.

Erläutert werden der konzeptionelle Grundansatz der ICF und das ihr zugrundeliegende Modell von Behinderung. Die ICF überwindet das lineare Krankheitsfolgenmodell ihrer Vorgängerin, die International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps (ICIDH), und stellt die komplexen Wechselwirkungen aller Ebenen von Gesundheitsproblemen und Behinderungen heraus.

Sie überwindet die unfruchtbare Kontroverse zwischen dem rein medizinischen und dem rein sozialen Modell von Behinderung in einem integrativen Modell von Behinderung. Schließlich werden die verschiedenen Klassifikationen (Körperfunktionen, Körperstrukturen, Aktivität, Teilhabe, Umweltfaktoren) innerhalb der ICF vorgestellt und an Beispielen verdeutlicht.

[Kurzfassung]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The International Classification of Functioning, Disability and Health -ICF- of the World Health Organisation


Abstract:


In May 2001 the General Assembly of the World Health Organisation passed the International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) . Thus, it became obligatory to all members of the WHO. The ICF as a part of the International Classification of Diseases (ICD) became a new member of the family of International Classifications.

It will have far-reaching effects on rehabilitation, including disability aid, with reference to theory and concepts as well as practice. It does not classify diseases or similar disturbances, but the effects referring to them on different levels. The article describes the history of the ICF, the relation of ICF and ICD, the objectives and range of application as well as central concepts and definitions of the ICF. The conceptional approach and the basic concept of disability of the ICF are illustrated.

The ICF overcomes the linear concept of effects of diseases represented by its predecessor, the International Classification of Impairments, Disabilities and Handicaps (ICIDH), and focuses on the interaction between all levels of health problems and disabilities. It also overcomes the futile discussion between the purely medical and the purely social concepts of disability, by introducing an integrative concept. Finally, the various classifications (body functions, body structures, activities, participation, environmental factors) as part of the ICF are introduced and illustrated.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Geistige Behinderung - heute Teilhabe
Homepage: https://www.lebenshilfe.de/informieren/publikationen/fachzei...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0122


Informationsstand: 22.10.2003

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