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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Menschen mit schweren Behinderungen im Spannungsfeld unterschiedlicher Interessen

Grundsatzreferat beim Kongress der Lebenshilfe: Wir gehören dazu - Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen als Herausforderung für Praxis, Wissenschaft und Politik, Magdeburg, 22.-24.9.2005



Autor/in:

Klauß, Theo


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Geistige Behinderung, 2006, 45. Jahrgang (Heft 1), Seite 3-18, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 0173-9573


Jahr:

2006



Abstract:


Es geht um die Interessen von Menschen, die nicht für sich sprechen können, zumindest nicht so, dass Politik, Öffentlichkeit und wir selbst es genau verstehen. Sie sind davon abhängig, dass andere für sie reden, entscheiden, denken und handeln. Soll an erster Stelle das stehen, was Menschen brauchen und was ihnen deshalb von einem humanen Gemeinwesen zugebilligt werden soll, oder aber das, was die Gemeinschaft, der Staat aufzuwenden bereit ist?

Menschen mit hohem Hilfebedarf stellen als besondere Persönlichkeit eine Bereicherung unserer Gesellschaft dar, sie erweitern das Spektrum dessen, was Menschsein bedeuten kann. Sie können ihr Menschsein in all den Aspekten realisieren, die die amerikanische Philosophin Nussbaum mit ihrem Katalog der Capabilities benannt hat, wenn wir ihnen die Chance dazu geben: Allseitige Bildung und Leben in anspruchsvoller Kultur (gegen eine Reduzierung auf Pflege); Gesundheit und Wohlbefinden; Produktivität, Freizeit und ein Leben in 'mehreren Welten' (gegen die Verweigerung tagesstrukturierender Maßnahmen); weitest mögliche Regiekompetenz (Selbstbestimmung) für die eigenen Lebensumstände und die Befähigung dazu; Teilhabe am Zusammenleben in Vielfalt und Beheimatung.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

People with Severe Disabilities Torn between Different Interests


Abstract:


The article is about the interests of people who cannot speak for themselves, at least not in a way that politics, public and we understand. They are dependent on others speaking, making decisions, thinking and acting for them. Should now be given priority to what people need and a humane society should offer them, or to what the community or government is prepared to spend on them? People with a high need for support enrich our society as special personalities that they are, they broaden the spectrum of what being a human being can mean.

They can realise their being a human being in all the aspects that the philosopher Nussbaum has listed in her catalogue of capabilities, if we offer them the opportunities, that is a comprehensive education and a life in a demanding culture (as opposed to reduction to care), health and well-being, productivity, leisure time and a life in different worlds (as opposed to denial of day-structure measures), a best possible self-determination for their individual life situations and their being able to realise it, participation in variety and feeling at home.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Geistige Behinderung - heute Teilhabe
Homepage: https://www.lebenshilfe.de/informieren/publikationen/fachzei...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0122/0025


Informationsstand: 14.02.2006

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