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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Maß nehmen und Maß halten - in einer Gesellschaft für alle

Teil 2: Das Persönliche Budget als Chance zum Wandel der Rehabilitation



Autor/in:

Hölscher, Petra; Wacker, Elisabeth; Wansing, Gudrun


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Geistige Behinderung, 2003, 42. Jahrgang (Heft 3), Seite 198-209, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 0173-9573


Jahr:

2003



Abstract:


Ein wesentliches Ziel der Rehabilitation behinderter Menschen ist die Förderung von Selbstbestimmung und gleichberechtigter Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, spätestens seit dem Inkrafttreten des Sozialgesetzbuches IX. Zur Erreichung dieses Ziels besteht jedoch insbesondere in der Rehabilitation geistig behinderter Menschen auch heute noch großer Handlungsbedarf.

Ein wichtiger Schritt wäre eine grundlegende Reorganisation der Hilfen für behinderungserfahrene Menschen: weg von einer anbieterzentrierten und häufig pauschalen Versorgung hin zu einer personenbezogenen Hilfe nach Maß, die den jeweiligen individuellen Unterstützungsbedarf ziel- und passgenau deckt und die Kompetenzen und Ressourcen einer Person mit einbezieht. Eine Möglichkeit einer solchen Reorganisation bietet ein sogenanntes 'Persönliches Budget', welches eine Umstellung von Sachleistungen auf Geldleistungen bedeutet und es somit den betreffenden Personen ermöglicht, die für sie jeweils passenden Unterstützungsleistungen selbst auszuwählen, zu organisieren und zu finanzieren.

Während dieses Modell der Unterstützung in Deutschland noch erprobt wird, hat es sich in anderen europäischen Ländern längst etabliert, und vielfach sind bereits positive Auswirkungen sowohl auf die Lebensführung der NutzerInnen als auch auf die gesamte Versorgungsstruktur zu beobachten.

Der Artikel stellt die ersten internationalen und nationalen Erfahrungen zur Hilfe nach Maß durch neue Finanzierungsformen aus Großbritannien, den Niederlanden, Schweden sowie Deutschland vor und diskutiert sie besonders im Hinblick auf den Personenkreis von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Giving and Keeping Standards - In a Society for All (2)

The Personal Budget as an Opportunity for a Change in Rehabilitation

Abstract:


The financing of rehabilitation services through a Personal Budget leads to a fundamental re-organisation of the rehabilitation system. Experiences with Personal Budgets in the Netherlands, in Great Britain and Sweden show that the users realize a high level of self-determination and participation in their daily life. They prefer out-patient services and especially the support by personal assistants. First experiences in Germany point to the necessity to develop out-patient rehabilitation services as well. In addition, the dividing line between out-patient and in-patient services will become fluid.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Weitere Teile des Beitrags 'Maß nehmen und Maß halten'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Geistige Behinderung - heute Teilhabe
Homepage: https://www.lebenshilfe.de/informieren/publikationen/fachzei...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0122/3215B


Informationsstand: 21.10.2003

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