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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Flughäfen für alle?


Autor/in:

Black, Justin


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HANDICAP, 2009, 16. Jahrgang (Heft 1), Seite 44-46, München: Belitz & Neumann


Jahr:

2009



Abstract:


Der Autor Justin Black hat an den Flughäfen in Berlin und Frankfurt getestet, wie die EU-Flugverordnung dort umgesetzt worden ist.

Ende Juli 2008 wurde FraCareServices am Frankfurt Airport gegründet, um der Verordnung (EG) 1107/2006 gerecht zu werden. Das Team, bestehend aus 540 Mitarbeitern, stellt sicher, dass Passagiere mit einer Krankheit oder Behinderung die notwendigen Hilfeleistungen bekommen. Täglich betreuen sie etwa 900 Passagiere, von denen jedoch nicht alle permanent auf den Rollstuhl angewiesen sind.

Die Tochterfirma der FraPort AG und der Deutschen Lufthansa AG verfügt über einen großen Fuhrpark, der neben Rollstühlen auch große Elektrowagen umfasst, mit denen Gäste, die Probleme beim Gehen haben, durch den Flughafen gefahren werden können. Damit der Service 24 Stunden am Tag gewährleistet werden kann, arbeiten die Angestellten in drei Schichten. Die Mitarbeiter werden von Black als sehr höflich und serviceorientiert bewertet.

Für Personen mit Mobilitätseinschränkungen stehen separate Lounges zur Verfügung, in denen es kostenlose Erfrischungsgetränke und Kaffee gibt und die Möglichkeit besteht, sich zum Ausruhen hinzulegen. Der Flughafen besteht aus zwei sehr großen Gebäuden, die aufgrund der ebenen Böden und zahlreichen Aufzüge gut zugänglich sind. Allerdings sind die Toiletten für behinderte Besucher nach Ansicht des Autors teilweise sehr weit von einander entfernt. Ein Blindenleitsystem ist derzeit noch in Arbeit.

Der Flughafen Berlin-Tegel wird 2011 geschlossen, wenn der neue Berlin-Brandenburg-International-Airport in Betrieb genommen wird. Der Flughafen Tegel ist im Pentagon-Stil eingerichtet. Alle Geschäfte und Restaurants sind ebenerdig zu erreichen und in den Passagen sind Rampen vorhanden. Die Aufzüge sind allerdings klein und verfügen über ein Bedienfeld in Fußgängerhöhe. Im Hauptgebäude gibt es drei behindertengerechte Toiletten. Deren Lage konnte dem Autor jedoch nicht einmal das Personal am Info-Schalter mitteilen.

In Tegel hat man mit Rollmops soziale Dienste gGmbH ein externes Unternehmen mit der Betreuung beauftragt, das mit bis zu 20 Mitarbeitern vertreten ist. Täglich haben sie etwa 20 bis 30 Fälle. Den Umgang der Mitarbeiter mit den behinderten Reisenden bewertet der Autor als auffallend locker. Außerdem verfügen sie über guten Kontakt zu den Mitarbeitern der verschiedenen Flughafenbereiche, die sie zum Wohle der Gäste nutzen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
Homepage: http://www.handicap.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0130/7138


Informationsstand: 18.06.2009

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