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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Der Einsatz von Carbonfederfüßen mit Zwischenlagenelastomer-Einheiten bei Anwendern der Mobilitätsklassen zwei und drei

Ergebnisse einer multizentrischen Anwendungsbeobachtung zum Einsatz von Prothesenfüßen unter Einschluss von zweiunddreißig Anwendern



Autor/in:

Becker, Jan; Pape, Oliver


Herausgeber/in:

Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT)


Quelle:

Orthopädie-Technik, 2013, 64. Jahrgang (Heft 3), Seite 28-33, Dortmund: Orthopädie-Technik, ISSN: 0340-5591


Jahr:

2013



Abstract:


Die Wahl des geeigneten Prothesenfußes spielt für die Stand- und Gangsicherheit des Beinamputierten eine wesentliche Rolle.
In der Versorgungspraxis hat sich eine Unterscheidung in energiespeichernde (in der Regel Carbonfederfüße) und dämpfende (in der Regel Schaum- oder Elastomerfüße) Fußpassteile etabliert.

In diesem Zusammenhang herrscht häufig die Meinung vor, dass Carbon gerade bei niedrigen Mobilitätsgraden, beispielsweise der Mobilitätsklasse 2, aufgrund seiner Steifigkeit bei geringer Kraftentfaltung weniger geeignet sei. Genauso gelten Prothesenfüße aus primär dämpfenden Werkstoffen bei höherer Mobilität nicht als erste Wahl, da sie dem Träger beispielsweise im Vergleich zu Carbonfederfüßen nur wenig Dynamik und Energierückgabe (in der Abstoßphase) bieten.

Mit der Entwicklung neuer Carbonfederfüße mit integrierten Elastomereinheiten verfolgt die Industrie einen Ansatz, der die Vorteile beider Materialien- bei gleichzeitiger Kompensation der Nachteile, miteinander verbinden soll. Um die Gültigkeit dieses Ansatzes zu überprüfen, wurde eine bundesweite, multizentrische Anwendungsbeobachtung im ersten Halbjahr 2012 durchgeführt, die in diesem Artikel dargestellt wird.

Dabei stellte sich heraus, dass 71,9 Prozent der einbezogenen Anwender in der Mobilitätsklasse 2 und Anfang 3, unabhängig von deren Vorversorgung (15 Anwender mit Elastomerfüßen, 17 Anwender mit Carbonfederfüßen), von der neuartigen Verbindung aus Carbon und Elastomer im Prothesenfuß profitieren.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Use of Carbon fibre Feet with Interposed Elastomeric Layers for Users with Mobility Grade two and beginning three

Results of an observational multicentre study concerning the use of prosthetic feet in the cases of thirtytwo users

Abstract:


To avoid falls whilst standing or walking, it is essential to select a suitable prosthetic foot. It is generally accepted that energy storing feet (usually carbon fibre feet) should be distinguished from damping systems (usually foam or elastomer feet). It is often asserted that carbon is less suitable for patients of lower mobility, such as mobilities grade 2, because of its stiffness at low force intensity.

Conversely, prosthetic feet made of materials with primary damping function are considered to be less suited for users with high mobility, as the material is less dynamic and provides less energy return during the push-off phase that, for example, carbon fibre feet. The industry has now developed new carbon fibre feet with integrated elastomer units with the aim of combining the advantages of the two materials as well as compensating for their disadvantages.

This article reports the results of an observational multicentre study throughout Germany that was conducted in the first half of 2012 with the aim of investigating the validity of this approach. The results show that 71.9 percent of the enrolled users in mobility grades 2 and beginning 3 benefit from the novel combination of carbon and elastomer in the prosthetic foot. This was independent of their prior treatment- 15 users with elastomer feet, 17 users with carbon fibre feet.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Orthopädie-Technik
Homepage: https://verlag-ot.de/fachzeitschrift/kurzportrait/index_ger....

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0134/0101


Informationsstand: 12.04.2013

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