Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Leben mit Assistenz in Schweden


Autor/in:

Ratzka, Adolf


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Impulse, 2003, Nummer 27 (Ausgabe September), Seite 14-16, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2003



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Abstract:


Abgebildet ist die Zusammenfassung eines Vortrags von Adolf Ratzka anlässlich der Eröffnung des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung in Magdeburg, gehalten am 21.02.2003.

Der Vortrag beginnt mit einer knappen Selbstvorstellung des Redners. Anschließend wird die schwedische Assistenzreform aus dem Jahr 1994 und ihre Vorteile vorgestellt, wobei derer Autor und Redner anhand seiner eigenen Erfahrungen als Schwerbehinderter urteilt.

Als besonders positiv am schwedischen Beispiel werden folgende Aspekte hervorgehoben:

- Wahl und Anzahl und Arbeitszeiten der Assistenten liegt im Ermessen des schwerbehinderten Arbeitnehmers (sofern ein genereller Bedarf festgestellt worden ist);

- Es gibt keine Zivildienstleistenden in Schweden (diese seien oft nicht hinreichend motiviert);

- Assistenznehmer bekommen ihr Geld monatlich im Voraus und können es selbst verwalten und einsetzen;

- Es gibt keine obere Grenze für den täglichen Stundenbedarf; so ist es etwa möglich, 27 Stunden Assistenz am Tag bewilligt zu bekommen, auch wenn zeitweilig mehrere Assistierende gleichzeitig benötigt werden.

Der Autor bekräftigt, dass diese Form der Assistenzregelung in Schweden beträchtlich zu seiner Lebensqualität beitrage. Außerdem seien die behinderten Menschen dort wesentlich besser in die Gesellschaft integriert, beispielsweise durch eine Gesetzgebung, die vorschreibt, dass Häuser, die größer als 2 Stockwerke sind, barrierefrei gebaut werden müssen.

Der Aufsatz endet mit einem Plädoyer, dem schwedischen Beispiel generell zu folgen: das schwedische Beispiel zeige, dass ein Land nicht reich sein muss, um seinen behinderten Bürgern ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin Impulse
Homepage: https://www.bag-ub.de/impulse

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/3372


Informationsstand: 02.01.2004

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