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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Neues Maßnahmeangebot der Bundesagentur für Arbeit zur Feststellung der Arbeitsmarktfähigkeit behinderter Menschen


Autor/in:

Wendt, Sabine


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

impulse, 2008, Nummer 48 (Ausgabe 4), Seite 34-36, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2008



Link(s):


Downloadmöglichkeit ansehen (Impulse 031/2004) (HTML)


Abstract:


Die Autorin erläutert das neue Konzept der Arbeitsagentur zur erweiterten Eignungsfeststellung vor der Entscheidung über den Zugang zur Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM).

Ziel dieser Feststellung ist es zu prüfen, inwieweit Art und Schwere der Behinderung einer Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt entgegenstehen und die Werkstatt für behinderte Menschen die geeignete Einrichtung zur Teilhabe darstellt. Gleichzeitig kann das Verfahren Aussagen über die Erwerbsfähigkeit treffen, die wesentlich zur Bemessung der Leistungen zum Lebensunterhalt beitragen können.

Das Verfahren richtet sich vor allem an behinderte Menschen, deren berufliches Potenzial im Grenzbereich der Anforderungen des regulären Arbeitsmarktes und der Werkstatt für behinderte Menschen liegen. Dieses gilt besonders für lernbehinderte Menschen und Menschen mit nachhaltigen psychischen Störungen. Die wenigen Vorgaben und die Missachtung der ICFs bei der Diagnose der Arbeitsmarktfähigkeit besonders betroffener behinderter Menschen (DIA-AM) sieht die Autorin als bedenklich an und vermutet eine damit einhergehende geminderte Qualität in der Begutachtung.

Wie sich das Verfahren auf das Persönliche Budget auswirkt, steht noch nicht fest, Es könnte nicht nur abschreckende Effekte für die Beantragung des Persönlichen Budgets haben, aufgrund der infrage gestellten Werkstattbedürftigkeit, sondern auch die freiwillige Teilnahme an einer Maßnahme zur Unterstützten Beschäftigung einschränken. Der Maßnahmeträger übernimmt damit laut der Autorin eine große Verantwortung, die die Praxis erst rechtfertigen muss.

Während sich die erste Phase des DIA-AM der Feststellung des Potenzials, der Fähigkeiten und Neigungen der TeilnehmerInnen widmet und ihn in einem abschließenden Gutachten für arbeitsmarkttauglich erklärt oder nicht, wird in Phase zwei eine betriebliche Erprobung durchgeführt, um Aussagen zu treffen ob und welches berufliche Potenzial unter bestimmten unterstützenden Bedingungen vorhanden ist. Dabei kommen nach Meinung der Autorin die Bedürfnisse der Klienten zu kurz, da sie über wenig Mitbestimmungsrecht verfügen und sich auf den Maßnahmeträger verlassen müssen.

Die Reha-Berater der Arbeitsagentur entscheiden, ob ein Fall in diesem Grenzbereich vorliegt oder nicht und ob für eine abschließende Entscheidung ein DIA-AM-Verfahren benötigt wird. Automatisch verkürzte Eingangverfahren sind nicht möglich.

Die Ausschreibungen für die Maßnahme sind am 23. April 2008 beendet worden und der Zuschlag erfolgte am 16. Juli 2008. Auch Werkstätten können sich als Träger an einer solchen Maßnahme beteiligen. Der Träger muss über eigene Unterrichtsräume für die erste Testphase verfügen und die Klienten bei Praktika begleiten können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


impulse - Fachmagazin
Downloadmöglichkeit bei der BAG UB unter:
Homepage: https://www.bag-ub.de/veroeffentlichung/typ/958

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/6757


Informationsstand: 21.10.2008

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