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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Individuelle Vereinbarungen sind wichtig

Fachtagung zur Integration epilepsiekranker Jugendlicher in die Arbeitswelt



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Deutsche Epilepsievereinigung e.V.


Quelle:

Einfälle, 2008, 27. Jahrgang (Nummer 107), Seite 28-29, Berlin: einfälle, ISSN: 0177-2716


Jahr:

2008



Abstract:


Im CJD Jugenddorf Offenburg trafen sich über 100 Vertreter der Arbeitsagenturen, Integrationsfachdienste, Sozialpädagogen, Lehrer, Ärzte und Mitglieder von Epilepsieselbsthilfegruppen, um sich mit den Ursachen für die Schwierigkeiten, einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden, zu befassen. Derzeit ist die Arbeitslosenquote der epilepsiekranken Menschen dreimal so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung.

Das Epilepsiezentrum Kork, das CJD Offenburg und das Berufsbildungswerk Waiblingen haben sich im Jahr 2007 im Modellprojekt Epilepsie zusammengeschlossen. Ziel des Projektes ist es, über die Krankheit aufzuklären, Vorurteile abzubauen und die Ausbildungschancen zu verbessern. Bereits nach einem Jahr, so lautet das erste Fazit, sei es gelungen, die Berufswahl und Berufsorientierung im Einzelfall zu verbessern.

Im internationalen Vergleich zeigten sich für diese Personengruppe erhöhte Raten für die Arbeitslosigkeit. Gründe seien unter anderem die Anfallhäufigkeit, Bewerbungsverhalten, eingeschränkte Mobilität oder krankheitsbedingte Zeiten ohne Beschäftigung. Rupprecht Thorbeck, Leiter der Sozialtherapeutischen Dienste in Bethel, stellte fest, dass Arbeitgeber Probleme bei der Arbeitssicherheit befürchten und mit erhöhten Fehlzeiten rechnen.

Weiterhin bemerkt er, dass es bei Epilepsie eine spezifische arbeitsmedizinische Beurteilung nach den Empfehlungen der Berufsgenossenschaft gebe. Die Orientierung daran wirke als Türöffner in die Arbeitswelt und verhindere im Fall von Arbeitsunfällen Probleme bei der Entschädigung.

Peter Brodisch, Epilepsieberatung München, zeigte am Beispiel verschiedener Berufsgruppen die konkreten Gefährdungspotenziale auf. Des Weiteren plädierte er für Ortsbegehungen, um das Risiko möglichst genau einzuschätzen. Bei diesen Terminen würden zudem bestehende Unsicherheiten und Ängste im Umgang mit der Epilepsie sichtbar.

Abschließend stellten die Teilnehmer in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Arbeitsagentur und der Wirtschaft den dringenden Bedarf nach mehr Kommunikation untereinander fest. So seien in vielen Fällen bessere Integrationsergebnisse für epilepsiekranke Menschen möglich.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Modellvorhaben zur Verbesserung der Ausbildung und Eingliederung für junge Menschen mit Epilepsie | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Einfälle - Mitgliederzeitschrift der Deutschen Epilepsievereinigung
Homepage: https://www.epilepsie-vereinigung.de/wir/mitgliederzeitschri...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0148/6800


Informationsstand: 15.10.2008

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