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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönlichkeitsstörung und Arbeits-un-fähigkeit


Autor/in:

Laubichler, Werner; Kühberger, Anton


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2003, 99. Jahrgang (Heft 6), Seite 193-197, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2003



Abstract:


In einem Zeitraum von knapp über drei Jahren wurden für das Arbeitsamt Salzburg 209 Personen auf Arbeitsunfähigkeit gutachtlich untersucht, die nicht oder kaum am Arbeitsmarkt vermittelt werden konnten. 118 (56,5 Prozent) hatten Persönlichkeitsstörungen. Entsprechend der Nomenklatur des DSM III R entfielen 49 Personen auf Borderlinestörung, 39 auf passiv-aggressiv, 24 aus selbstunsicher. Nur 6 entfielen auf andere Diagnosen (3-mal antisozial, 2-mal dependent, 1-mal schizoid).

In der Hälfte (59 Personen) konnte eine zweite Form von Persönlichkeitsstörung als Nebendiagnose gewählt werden, wobei Borderlinestörung (20-mal), selbstunsicher (13-mal), antisozial (12-mal) am häufigsten aufschienen. Die Diagnosegruppe 'passiv-aggressiv' zeigte am häufigsten (98,7 Prozent) eine Nebendiagnose. 76 Probanden (64,4 Prozent) wurden als nicht arbeitsfähig eingestuft, 39 (33,1 Prozent) als eingeschränkt, 3 (2,5 Prozent) als voll arbeitsfähig. Von den drei Hauptgruppen war über die Hälfte nie wirklich beruflich integriert, sie hatte immer nur kurzfristig, mit langen Pausen dazwischen gearbeitet.

Trotz durchschnittlicher Intelligenz zeigten 10 in der Vorgeschichte eine psychische Erkrankung, weitaus überwiegend (29 Probanden) eine Depression gefolgt von einer Angststörung (7 Personen). 50 Personen zeigten zusätzlich Substanzmittelmissbrauch, vorwiegend die mit Borderlinestörung (25-mal), gefolgt von passiv-aggressiv (17-mal). Zu verweisen ist darauf, dass vergleichbares Schrifttum kaum auffindbar ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

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Referenznummer:

R/ZS0151/0037


Informationsstand: 16.01.2004

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