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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Lassen die Zeitvorgaben des neuen Rechts der gesetzlichen Rentenversicherung eine überzeugende Beurteilung zu?

Aus juristischer Sicht



Autor/in:

Mey, Rüdiger


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2004, 100. Jahrgang (Heft 2), Seite 58-61, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2004



Abstract:


Der Autor fasst den Artikel wie folgt zusammen: Ob die Leistungsgrenzen des neuen Rechts der Rentenversicherung überzeugend feststellbar sind, kann aus Sicht der Juristen nicht beurteilt werden. Keinesfalls dürfen die Juristen ihre eigene Einschätzung an die Stelle der Mediziner und/oder der Berufskundler setzen.

Aus juristischer Sicht erscheinen die neuen Leistungsgrenzen praktikabel und vor allem überzeugend: Qualifizierte Berufsgruppen werden nicht privilegiert. Es entfallen die komplizierten Ermittlungen zum 'Berufsschutz'. Vielmehr wird durchgängig am Maßstab des allgemeinen Arbeitsmarktes 'gemessen'. Abgestimmt auf die Intensität der Leistungsminderung wird die Höhe der Rente festgesetzt. Durch die konkrete Betrachtungsweise bei einem unter sechs Stunden abgesunkenen Leistungsvermögen wird berücksichtigt, dass die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung nicht vollen Lohnersatz darstellen soll, sondern neben einem Teilzeitlohn zu zahlen ist. Fehlt es an einem entgeltlichen Arbeitsverhältnis, so wird die doppelt so hohe Rente wegen voller Erwerbsminderung gezahlt. Durch die abstrakte Betrachtungsweise bei mindestens sechsstündigem Leistungsvermögen wird verhindert, dass relativ minimale Leistungseinbußen einen Rentenanspruch nach sich ziehen.

Der Schematik des neuen Rechts wird durch Übernahme bestimmter richterrechtlich entwickelter Gesichtspunkte die Schärfe genommen, denn im Zusammenhang mit den 'Üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes' werden folgende Gesichtspunkte geprüft: Schwere spezifische Leistungsbehinderungen oder Summierungen ungewöhnlicher Leistungseinschränkungen ziehen die Feststellung voller Erwerbsminderung nach sich, sofern kein leidensgerechter Teilzeitarbeitsplatz nachgewiesen werden kann. Auf Arbeitsplätze die 'selten' oder 'verschlossen' sind, kann nicht verwiesen werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Tagungsdokumentation




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

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Referenznummer:

R/ZS0151/0075E


Informationsstand: 07.05.2004

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