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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Burnout-Syndrom - aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung


Autor/in:

Drechsel-Schlund, Claudia


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2014, 110. Jahrgang (Heft 4), Seite 153-158, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2014



Abstract:


In der öffentlichen und sozialpolitischen Diskussion wird das Burnout-Syndrom sehr stark als Problem der Arbeitswelt angesehen. Die gesetzliche Unfallversicherung ist für arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren und damit auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz zuständig. Daher haben die Unfallversicherungsträger zahlreiche Angebote der Primärprävention in ihrem Produktportfolio, um arbeitsbedingten psychischen Belastungen und insbesondere dem Burnout-Syndrom vorzubeugen.

Leistungen für den einzelnen Betroffenen in den Bereichen Rehabilitation und Entschädigung sind hingegen Grenzen gesetzt. Ein Arbeitsunfall kommt nicht in Betracht, weil das Burnout-Syndrom eine länger dauernde, über eine Arbeitsschicht hinausgehende psychische Belastung voraussetzt.

Für die Anerkennung als Berufskrankheit fehlt es mangels einer konkreten Bezeichnung in der Berufskrankheiten-Liste an einer Rechtsgrundlage. Ursache-Wirkungsbeziehungen von arbeitsbedingten Einwirkungen und psychischen Erkrankungen sind nach aktuellen Forschungsergebnissen nicht ausreichend gesichert. Eine Erweiterung der Berufskrankheiten-Liste bleibt damit für die nächste Zeit verschlossen.

Im Wege der Rechtsfortbildung ist zu prüfen, ob auch ohne eine neue Berufskrankheit 'Psyche' bei arbeitsbedingten psychischen 'Risikozuständen' für den einzelnen Betroffenen eine rechtliche Grundlage für Maßnahmen der sekundären Individualprävention geschaffen werden könnte, um frühzeitig intervenieren und damit die Arbeits- und Leistungsfähigkeit erhalten zu können.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


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Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

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Referenznummer:

R/ZS0151/0077x04


Informationsstand: 29.08.2014

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