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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Burnout-Syndrom als Begutachtungsproblem


Autor/in:

Hausotter, Wolfgang


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2012, 108. Jahrgang (Heft 5), Seite 196-199, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2012



Abstract:


Der heute außerordentlich populäre Begriff 'Burnout', der von Patienten und behandelnden Ärzten gerne und unkritisch angewandt wird und die Grundlage zahlreicher Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bildet, hat auch zunehmende Bedeutung für die sozialmedizinische Begutachtung erlangt. Der Begriff ist nirgends allgemein verbindlich definiert und nicht operationalisiert, trotzdem taucht er ständig in Rentenanträgen und ärztlichen Attesten auf, so dass der Gutachter gezwungen ist, sich dazu eine eigene Meinung zu bilden.

Am meisten überzeugt die Ansicht, dass es sich letztlich um das jahrzehntelang tradierte Krankheitsmodell der 'Erschöpfungsdepression' handelt, wobei dieser Begriff allerdings in der ICD-10 nicht mehr enthalten ist. Stellt man sich die Frage, welche Bezeichnung für die Folgen einer anhaltenden Überforderungssituation eigentlich in früheren Jahren verwandt wurde, so kommt der Begriff der 'Erschöpfungsdepression' oder der 'Neurasthenie' dem sicher am nächsten.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

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Referenznummer:

R/ZS0151/0139


Informationsstand: 28.09.2012

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