Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kontextfaktoren - Bedeutung für die Begutachtung: Ein Vorschlag zur Ausgestaltung der Komponente Personbezogene Faktoren der ICF für den deutschen Sprachraum


Autor/in:

Grotkamp, Sabine


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2013, 109. Jahrgang (Heft 3), Seite 98-102, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2013



Abstract:


In der sozialmedizinischen Begutachtung und hier insbesondere im Bereich der Rehabilitation und des Sozialrechts sind Krankheit und Behinderung wesentliche Kriterien für die Bewilligung von Sozialleistungen. Diesbezügliche Leistungsentscheide müssen für die Antragsteller transparent und nachvollziehbar sein. Dazu bedarf es einer umfassenden Sachaufklärung.

Mit Inkrafttreten des SGB IX erhielten der Teilhabeaspekt und damit auch die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) zunehmend Bedeutung. Das der ICF zugrundeliegende 'biopsychosoziale Modell' ermöglicht erstmals systematisch die Visualisierung von Wechselwirkungen zwischen einem Gesundheitsproblem und seinen Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit unter gleichzeitiger Berücksichtigung fördernder oder hemmender Kontextfaktoren.

Obwohl gesetzliche wie auch untergesetzlichen Vorgaben eine ICF-Orientierung zunehmend einfordern, wird dieser Anspruch immer noch nicht umfassend erfüllt. Zu einer umfassenden Sachaufklärung gehört sowohl für den Sachbearbeiter eines Sozialleistungsträgers als auch den Gutachter, Arzt oder Therapeuten die Berücksichtigung individueller Kontextfaktoren, sofern sie sich im Einzelfall günstig oder ungünstig auf die Teilhabe beziehungsweise Durchführung von Teilhabeleistungen auswirken können.

Die Umweltfaktoren, die im Einzelfall einen sowohl positiven wie negativen Einfluss auf die gewünschte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft haben können, stellt die WHO in der Komponente 'Kontextfaktoren' systematisch vor. Für die personbezogenen Faktoren fehlt diese systematische Zusammenstellung.

Diese Lücke vorerst und ansatzweise zu schließen und die WHO dabei zu unterstützen, hierzu gegebenenfalls eine international konsentierte Klassifikation vorzulegen, hat sich die Arbeitsgruppe 'ICF' der Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP) zur Aufgabe gemacht. Auf der Grundlage von Vorarbeiten aus der MDK-Gemeinschaft wurde ein Vorschlag für den deutschen Sprachraum erarbeitet.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/0146x01


Informationsstand: 10.06.2013

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