Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Kontextfaktoren - Bedeutung für die Begutachtung: Verschlossenheit des Versorgungsmarktes

Bedeutung für die Begutachtung bei Erwerbsminderung



Autor/in:

Francke, Joachim


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2013, 109. Jahrgang (Heft 3), Seite 118-120, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2013



Abstract:


Die erheblichen Versorgungsengpässe im Bereich der neurologischen und psychiatrischen Heilbehandlung und Rehabilitation führen zu Problemen bei der Rentenbegutachtung, wenn der medizinische Sachverständige zu dem Ergebnis kommt, dass eine Erwerbsfähigkeit erst nach erfolgreich durchgeführter Behandlung oder Rehabilitation wieder eintreten wird.

Wenn eine derartige Maßnahme nicht innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten angeboten werden kann, besteht ein Anspruch auf Zeitrente. Der Versicherte darf nicht auf eine theoretische Möglichkeit der Verbesserung seines Gesundheitszustandes verwiesen werden.

In der heutigen Praxis der Rentenbegutachtung wird die Frage, ob die vom medizinischen Sachverständigen vorgeschlagenen Behandlungs- oder Reha-Maßnahmen auch tatsächlich zur Verfügung stehen, nicht geprüft. Hier ist es Aufgabe der Verfahrensbeteiligten, konkret zu hinterfragen, ob die konkret erforderliche Maßnahme verfügbar ist und die Erfolgsprognose des medizinischen Sachverständigen realistisch ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

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Referenznummer:

R/ZS0151/0146x05


Informationsstand: 10.06.2013

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