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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Weiterentwicklung der MdE-Einschätzung - aus Sicht der gesetzlichen Unfallversicherung


Autor/in:

Drechsel-Schlund, Claudia


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2019, 115. Jahrgang (Heft 4), Seite 160-165, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2019



Abstract:


In der Sozialgerichtsbarkeit, den medizinischen Fachgesellschaften, aber auch innerhalb der gesetzlichen Unfallversicherung wurde in der jüngeren Vergangenheit diskutiert, ob die Erfahrungswerte für die Bewertung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (sog. MdE-Tabellen) für Funktionsstörungen nach Arbeits- und Wegeunfällen noch dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechen. Der Autor bespricht unter anderem eine Entscheidung des Bundessozialgerichts (BSG) vom 20.12.2016 zum Aktenzeichen B 2 U 11/15 R.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung hat deshalb für die Weiterentwicklung der MdE-Einschätzung ein unabhängiges, neutrales und ehrenamtlich tätiges Gremium multiprofessioneller Experten und Expertinnen einberufen, die von unterschiedlichen medizinischen Fachgesellschaften bzw. Institutionen benannt wurden. Die Experten- und Expertinnengruppe hat ihre Beratungen im Sommer 2015 aufgenommen und Anfang 2018 einen vorläufigen Ergebnisbericht vorgelegt. Der Ergebnisbericht wurde am 27.06.2018 mit den Sozialpartnern und Sozialpartnerinnen, den medizinischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden, der Sozialgerichtsbarkeit sowie Betroffenenverbänden diskutiert.

Vom Bundessozialgericht wird gefordert, dass MdE-Erfahrungswerte breite Akzeptanz finden und eine Gleichbehandlung von Versicherten mit vergleichbaren Funktionseinschränkungen gewährleisten sollen. Mit der überfälligen Revision von teils über mehr als 100 Jahre unveränderten MdE-Werten will die gesetzliche Unfallversicherung den Grundsätzen der Rechtssicherheit und Rechtsgleichheit auch in der heutigen Zeit gerecht werden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Reforms in rating reduced earning capacity (MdE) - from the viewpoint of the German social accident insurance


Abstract:


Discussions have recently been held in the social courts and among scientific medical societies and statutory accident insurance providers in Germany as to whether the values for rating disabilities after workplace and commuting accidents (so-called MdE schedules) still correspond to current scientific knowledge. The author discusses, among other things, a decision of the Federal Social Court (BSG) of December 20, 2016 on file number B 2 U 11/15 R.

The DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, the umbrella organisation of German accident insurance institutions) has therefore convened an independent, neutral and voluntary panel of multi-professional experts who were nominated by various scientific medical societies and institutions. The group of experts started consultations in summer 2015 und submitted a provisional report on its findings at the beginning of 2018. The report was discussed on 27 June 2018 with the participation of representatives of the social partners, the scientific medical societies and medical professional associations, the social courts and the disabled associations.

According to the settled case law of the federal social court of Germany, values for rating disabilities must find broad acceptance and ensure equal treatment of insured persons with similar functional restrictions. Given that some MdE values have not changed for over 100 years, the social accident insurance sector in Germany wishes to initiate a long overdue reform to meet the principles of legal certainty and legal equality at the present time.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Urteil mit Aktenzeichen B 2 U 11/15 R Keine Herabsetzung einer Verletztenrente wegen neuer prothetischer Versorgung eines Unfallverletzten | REHADAT-Recht




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

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Referenznummer:

R/ZS0151/0216


Informationsstand: 24.07.2019

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