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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Möglichkeiten und Grenzen psychologischer Begutachtung im Sozialrecht

Aus Sicht eines Mediziners



Autor/in:

Lang, Christoph J. G.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Medizinische Sachverständige (MedSach), 2010, 106. Jahrgang (Heft 3), Seite 128-131, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0025-8490


Jahr:

2010



Abstract:


Psychologische Begutachtung im Sozialrecht erfolgt meist ergänzend zur medizinischen Begutachtung, insbesondere des neurologischen und psychiatrischen Fachgebietes. Nach empirischen Untersuchungen wird sie besonders häufig bei komplexen Fragestellungen angefordert und ist geeignet, zusätzliche Aspekte und Beurteilungsgrößen einzuführen.

Ihr Vorzug liegt in der psychometrischen Erfassung von sowohl Leistungs- wie Persönlichkeitsmerkmalen, die aber nur im Gesamtkontext gegebenfalls unter Berücksichtigung von Symptomvalidierungsverfahren, einer Verhaltensbeobachtung und fremdanamnestischen Aussagen interpretiert werden sollen.

Jede psychologische Testung beruht auf einer Verhaltensstichprobe, die weder das gesamte Verhaltensrepertoire noch die individuelle berufliche Situation detailliert erfassen kann. Anzustreben ist die Berücksichtigung des gesamten biopsychosozialen Kontexts, da die Betrachtung einzelner Elemente die Wahrscheinlichkeit von Fehleinschätzungen vergrößert.

Neben einer angemessenen Testauswahl ist somit die Expertise des Befunders von entscheidender Bedeutung, die durch Qualitätssicherungsmaßnahmen gewährleistet werden kann. Erst eine Erfüllung dieser Desiderata verleiht dem Gutachten jene Stringenz, die der Auftraggeber erwartet und die dem Juristen eine tragfähige Grundlage für sein abschließendes Urteil liefert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Medizinische Sachverständige (MedSach)
Homepage: https://www.medsach.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0151/8098


Informationsstand: 18.06.2010

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