Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

JobReha - bedarfsgerechte arbeitsplatzbezogene Rehabilitation: systematische Modellentwicklung


Autor/in:

Gutenbrunner, Christoph; Schwarze, Monika


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin, 2011, 21. Jahrgang (Heft 5), Seite 234-241, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0940-6689


Jahr:

2011



Abstract:


Fragestellung:

Die Wiederaufnahme der Arbeit stellt ein wesentliches Ziel von Rehabilitationsmaßnahmen im erwerbsfähigen Alter dar, das allerdings nicht immer erreicht wird. Ziel des Projektes JobReha war es, ein Modell zur Verbesserung des Verbleibs von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit arbeitsplatzassoziierten muskuloskelettalen Beschwerden an ihrem Arbeitsplatz zu entwickeln und zu implementieren.

Methode:

Zur Modellentwicklung und -implementierung wurde eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertreter von fünf Rehabilitationseinrichtungen, betriebs- beziehungsweise werksärztlichen Diensten zweier Großbetriebe, zwei Krankenkassen, einem regionalen Rentenversicherungsträger und der Wissenschaft gebildet. Nach Erfassung der wichtigsten Probleme und Zielsetzungen wurden die Kernelemente des Projekts beschrieben.

Ergebnisse:

Das Modell beinhaltet den Zugang und die bedarfsgerechte Zuweisung in drei unterschiedliche Interventionsstufen durch den betriebsärztlichen beziehungsweise werksärztlichen Dienst, die optimierte Kommunikation an den Schnittstellen Betriebsmedizin - Rehabilitationsmedizin mittels spezifischer Formulare (insbesondere Arbeitsplatzbeschreibung und Kurzentlassungsbericht), intensivierte arbeitsplatzbezogene Maßnahmen (inklusive Betriebstag) in der Rehabilitationseinrichtung, Vernetzung zu weitergehenden Trainingsmaßnahmen und die Fortbildung der an der JobReha beteiligten Berufsgruppen.

Diskussion:

Das entwickelte Modell entspricht aktuellen Forderungen nach einer verstärkten beruflichen Ausrichtung der medizinischen Rehabilitation. Bei der Konzeptentwicklung sind Herausforderungen evident geworden (zum Beispiel die Klärung der Zuständigkeit für die Finanzierung der ambulanten Intensivintervention, Umsetzung der bedarfsgerechte Zuweisung in die 3 Interventionen und anderes), die in weiteren Optimierungsphasen gelöst beziehungsweise abgebaut werden sollen.

Schlussfolgerung:

Insgesamt ist es gelungen, ein Konzept zur bedarfsgerechten und arbeitsplatzbezogenen Rehabilitation, das JobReha Modell zu entwickeln und umzusetzen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

JobReha - Need-Based, Workplace-Oriented Rehabilitation: Systematic Model Development


Abstract:


Purpose:

For patients in working age, return to work is a fundamental aim of the rehabilitation measures; however, this goal is not always achieved. The project JobReha intended development and implementation of a model to improve the occupational rehabilitation of workers with work-related musculo-skeletal complaints.

Methods:

For model development, a task force including occupational physicians of two major companies, rehabilitation physicians from rehabilitation centres, experts of health insurance, pension insurance and scientific institutions was set up. After identifying the most important problems and objectives concerning return to work, core elements of the project were developed.

Results:

The developed model regulates the patients' access through the occupational services, defines a demand-adapted three-stage job-related rehabilitation therapy, provides an optimized information exchange between occupational and rehabilitation physicians by special forms (for example, job description and short discharge report), intensified workplace-directed measures, networking with continuing exercise programs and continuing education of professions involved in the JobReha model.

Discussion:

The developed model meets current requirements concerning a better job-orientation of rehabilitation measures. However, some challenges became apparent during model development, for example responsibility for funding of stage one intervention, realization of a needs-oriented assignment etcetera., they have to be addressed in future optimization phases.

Conclusion:

Overall, the JobReha project proved to be feasible. It was possible to develop and implement a need-based and workplace-oriented rehabilitation.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin
Homepage: https://www.thieme.de/de/physikalische-rehabilitations-kuror...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0152/0006


Informationsstand: 28.11.2011

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