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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufsbezogene Rehabilitationsziele bei Patienten mit Erkrankungen des Haltungs- und Bewegungsapparates

Wissenschaftlicher Beitrag Nummer 57 auf dem Gemeinsamen Kongress der DGMR und ÄMM 2000: Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin, 4.-7. Oktober 2000



Autor/in:

Meier, Rolf K.; Disse, O.; Knörzer, Jürgen


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin, 2000, Sonderausgabe, Stuttgart: Thieme


Jahr:

2000



Abstract:


Zur Abschätzung der Bedeutung konkret erwerbstätigkeitsbezogener Maßnahmen in der medizinischen Rehabilitation erhoben wir bei orthopädischen Patienten nosologische und soziodemografische Daten, Anforderungs-Leistungsfähigkeits-Diskrepanzen (A-L-D) und abgeleitete Rehabilitationsziele.

263 LVA- und BfA-Versicherte durchliefen eine standardisierte, rehabilitationsmedizinisch und berufsorientierte Funktionsdiagnostik, wobei ebenso die psychologische und sozioökonomische Dimension untersucht wurde. Lumbosakrale Funktionsstörungen hatten einen Anteil von über 60 Prozent (zervikogene Beschwerdebilder circa 25 Prozent, periphere Arthropathien circa 15 Prozent). Bei 40 Prozent der LVA-Patienten betrafen die A-L-D die Arbeits- beziehungsweise Körperhaltung, bei circa 30 Prozent das Heben und Tragen von Lasten. Bei über 40 Prozent der Gesamtpopulation lagen interventionsbedürftige psychologische Beeinträchtigungen vor. Bei etwa 90 Prozent der Rehabilitanden standen bei den physiotherapeutisch ausgerichteten Rehazielen die WS-Stabilisierung und Ergonomieschulung im Vordergrund, bei etwa 40 Prozent betraf dies die Extremitätengelenke. Bei einer Stichprobe von Versicherten der LVA Thüringen (n=2385) betrug der Anteil von Patienten mit Berufen aus den Bereichen Hoch- und Tiefbau einschließlich Baunebengewerbe, Land- und Forstwirtschaft, Metall und Elektro mehr als 55 Prozent (Meier und Renaudin, unveröffentlichte Daten).

Angesichts der Bedeutung von biomechanischen Belastungen bei den gewerblichen Arbeitnehmern muss die konventionelle medizinische Rehabilitation Erweiterungen um spezifisch berufsorientierte Schulungs- und Trainingselemente erfahren. Zwei zentrale Inhalte sind hierbei Ergonomie bei statischen und dynamischen Anforderungen sowie Ergonomisches Heben und Tragen von Lasten.

(Phys Med Rehab Kuror 2000, Wissenschaftlicher Beitrag)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin
Homepage: https://www.thieme.de/de/physikalische-rehabilitations-kuror...

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Referenznummer:

R/ZS0152/0028


Informationsstand: 28.02.2007

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