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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Das Therapiegeschehen in der Anschlussrehabilitation nach Schlaganfall

Rehabilitation zwischen Individualisierung, Differenzierung und Bedarfsorientierung



Autor/in:

Weber, Andreas; Fleischer, Steffen; Weber, U. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin, 2012, 22. Jahrgang (Heft 1), Seite 16-22, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0940-6689


Jahr:

2012



Abstract:


Einleitung:

Das Teilprojekt C5 des SFB 580 untersucht mit seinem Thema 'Rehabilitation zwischen Transformation und Weiterentwicklung - Individualisierung und Differenzierung von Rehabilitation im Falle gesundheitsbedingter Exklusionsrisiken in Ost- und Westdeutschland, Schweden, Schweiz, Italien und Tschechien' die (langfristigen) Verläufe nach einem Schlaganfallereignis mit dem Ziel, Prädiktoren für einen erfolgreichen pflegerischen, therapeutischen und sozialen Rehabilitationsprozess nach Schlaganfall zu finden. Der Artikel stellt das Therapiegeschehen in der Anschlussrehabilitation nach Alters- und Diagnosegruppen nach einem Schlaganfall dar.

Material und Methode:

Der Datensatz mit 4705 Patienten aus 4 Bundesländern nach einem Schlaganfallereignis in den Jahren 1996 bis 2006 ist eine Stichprobe aus Routinedaten der Rentenversicherung und beinhaltet neben Patientencharakteristika die Kodes der verordneten therapeutischen Leistung nach der Klassifikation Therapeutischer Leistung (KTL).

Zur Analyse der Klassifikation Therapeutischer Leistung wird die im Rahmen des von der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) initiierten Leitlinienprogramms von Schönle et al. entwickelte Klassifikation von 8 evidenzbasierten Therapiemodulen (ETM) und 5 praxisbasierten Therapiemodulen (PTM) verwendet.

Ergebnisse:

Ein Großteil der Patienten nimmt an vielen verschiedenen Therapiemodulen teil (im Durchschnitt an 7,9 Modulen). Besonders häufig finden bei den evidenzbasierten Therapiemodulen Therapiemodule zur Verbesserung der motorischen Leistungsfähigkeit, bei den praxisbasierten Therapiemodulen Module zur Motivationsförderung und der Klinischen Sozialarbeit Anwendung.

Diskussion:

Die Analysen weisen auf ein individualisiertes und bedarfsorientiertes Rehabilitationsgeschehen hin. Sie lassen aber Fragen an Qualität beziehungsweise dem Grad der Orientierung an individuellen Bedarfen offen.

Schlussfolgerung:

Für eine solche Darstellung des individuellen Rehabilitationsbedarfs wären differenziertere Angaben zu allen Ebenen der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) nötig.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Analysis of Therapeutic Procedures in the Inpatient Neuro-Rehabilitation of Stroke


Abstract:


Background:

The project 'Rehabilitation between transformation and social change' of the collaborated research centre 580 analyse the consequences of stroke in a longitudinal design.

Material and method:

Eight evidence based und five practice based therapy-cluster in stroke rehabilitation related to Schönle were used to estimate the effectiveness of stroke rehabilitation. Therefore a database of 4705 blue and white collar workers supplying stroke rehabilitation in the period between 1996 and 2006 was analysed according to the number and types of allocated therapies.

Results:

Most of the patients took part in 8 therapy modules at the average. Whereas the evidence based modules cover motility and physical function the practise base modules address motivation and the transfer into aftercare.

Discussion:

The analysis confirms the expectation of highly individualized rehabilitation interventions. Further research should focus the quality of rehabilitation and the longitudinal outcome.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Physikalische Medizin, Rehabilitationsmedizin, Kurortmedizin
Homepage: https://www.thieme.de/de/physikalische-rehabilitations-kuror...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0152/9000


Informationsstand: 29.03.2012

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