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Lexikon zur beruflichen Teilhabe

Erläuterungen und Definitionen zu mehr als 450 Begriffen. Von A wie Ausgleichsabgabe bis Z wie Zuschüsse.

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mobil und barrierefrei in Stadt und Verkehr


Autor/in:

Topp, Hartmut H.


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Barrierefrei, 2006, 3. Jahrgang (Heft 3), Seite 26-29, Fellbach: AT-Fachverlag, ISSN: 1616-4512


Jahr:

2006



Abstract:


Bei der Gestaltung des öffentlichen Raums muss heute die Mobilität aller Nutzer berücksichtigt werden. Prof. Dr.-Ing. Hartmut H. Topp, Leiter des Instituts für Mobilität und Verkehr der Technischen Universität Kaiserslautern, erläutert in dem Artikel, welche Voraussetzungen Neuplanungen erfüllen müssen und wie Fehler aus der Vergangenheit bereinigt werden.

Dem Autor zufolge erfordert die bereits bei der Planung berücksichtigte Barrierefreiheit kaum zusätzlichen Aufwand an Zeit und Geld, vorausgesetzt, die Planer kennen die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Erschwerend wirkt sich hierbei die Vielfältigkeit der Behinderungen aus, denn Maßnahmen können zwar für den einen erforderlich, für eine andere Person jedoch kontraproduktiv sein.

Nachgerüstete Barrierefreiheit, wie sie in etwa 90 Prozent der Verkehrs-Infrastruktur und des Gebäudebestandes erforderlich ist, ist schwierig und kostenintensiv. Als Beispiel wird der Bahnhof Kaiserslautern genannt, der in den 50er-Jahren gebaut wurde. Die vier Bahnsteige sind nur über eine Fußgängerunterführung und Treppen zu erreichen. Um nachträglich sechs Aufzüge zu installieren musste die komplette Fußgängerunterführung tiefer gelegt werden und bei drei Aufgängen die Treppenläufe verbreitert werden. Insgesamt dauerte der Umbau 24 Monate und kostete mehrere Millionen Euro.

Bis heute hat sich bei der Barrierefreiheit der Bahnhöfe einiges getan. Hartmut Topp weist jedoch darauf hin, dass diese oftmals schon beim Einstieg in den Zug, mit Ausnahme der S-Bahnen, endet, denn die Bahnsteighöhen und die Höhe der Wagenböden sind nach wie vor nicht aufeinander abgestimmt. Zur Optimierung dieser Schnittstellen, sollten zumindest die technischen Hilfen modernisiert werden.

Im öffentlichen Nahverkehr haben sich mittlerweile die Niederflur-Busse und -Straßenbahnen durchgesetzt. Durch die hierdurch erzielte Beschleunigung des Fahrgastwechsels werden die Umlaufzeiten verkürzt, was sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit auswirkt.

Mit Einführung des Handbuchs für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen wurde 2002 ein Konzept nach amerikanischem Vorbild übernommen. Hierbei wird die Güte des Verkehrsablaufs in sechs Qualitätsstufen überprüft. Das Konzept wäre problemlos auf den Aspekt der Mobilität und Barrierefreiheit im Verkehrswesen übertragbar und würde klare Definitionen für Zielvereinbarungen ermöglichen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


barrierefrei
Homepage: http://www.at-fachverlag.de/index.php?id=home

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0154/0054


Informationsstand: 20.09.2006

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