Lexikon zur beruflichen Teilhabe

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Bibliographische Angaben zur Publikation

Gutachten Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen in Nordrhein-Westfalen

Untersuchung der Grundkonzeption auf ihre Eignung zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Nordrhein-Westfalen



Autor/in:

Werning, Rolf; Lohse, Simon


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Gemeinsam Leben, 2012, 20. Jahrgang (Heft 3), Seite 163-175, Weinheim: Juventa, ISSN: 0943-8394


Jahr:

2012



Abstract:


Im März 2011 erteilte das Ministerium für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen den Auftrag, die Grundkonzeption der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung (KsF) im Bereich der Lern- und Entwicklungsstörungen hinsichtlich ihrer Eignung zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems zu untersuchen.

Folgende Fragen sind dabei näher betrachtet worden:
1. Wie sind die auf der Basis der Eckpunkte für die unterschiedlichen, in der Praxis der zu untersuchenden Regionen, entwickelten Konzepte der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung hinsichtlich der Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems zu bewerten?

2. Wie ist die im Konzept der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung vorgegebene Steuerung des Lehrerstellenbudgets (Personaleinsatzkonzept) hinsichtlich des Ziels einer quantitativen, qualitativen und flexiblen Förderung von SchülerInnen mit Lern- und Entwicklungsstörungen in der allgemeinen Schule (Grundschule und Sekundarstufe I) zu bewerten? Kann hier eine Stärkung des Behaltens in den allgemeinen Schulen erreicht werden? Geschehen hierdurch eine bessere Kooperation und ein besserer fachlicher Austausch mit Win-Win-Situationen zwischen den sonderpädagogischen Lehrkräften und denen der allgemeinen Schule?

3. Inwiefern trägt das Konzept der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung aufgrund des Stellenbudgets zu mehr Flexibilität und damit einer verbesserten präventiven Förderung in der allgemeinen Schule bei? Wie werden die Handlungsfelder Diagnostik und Beratung hierbei zielführend eingesetzt.

4. Inwiefern trägt das Konzept zu einer inklusiven Unterrichtsentwicklung bei und unterstützt die Entwicklungs- und Leistungsförderung aller SchülerInnen?

5. Wie kann die Vernetzung zwischen schulischen und außerschulischen Hilfsangeboten durch das Konzept der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung unterstützt und ausgebaut werden?

6. Welche Chancen bietet das Konzept der Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung für die Unterstützung inklusiver Schulentwicklungsprozesse in der Region auch im Sinne der sozialen Teilhabe. Ist allein eine Fokussierung auf die Förderschule als Ausgangspunkt eines Kompetenzzentrums für sonderpädagogische Förderung zielführend?

7. Welche Indikatoren müssen für einen gelingenden Prozess für die örtlichen Prozesse aufgestellt werden? Müssen alle Schulen einer Region gleichberechtigt werden (Gießkanne oder Schwerpunktschule)?

8. Welche Ergänzungen und Veränderungen könnten sinnvoll sein und wo liegen mögliche Stolpersteine?
Kompetenzzentren für sonderpädagogische Förderung haben die Tür zu mehr gemeinsamem Lernen in heterogenen Lerngruppen an allgemeinen Schulen geöffnet. Sonderpädagogische Diagnostik, Beratung und Förderung sind hierdurch an allgemeinen Schulen normaler geworden. Es ist wichtig, hohe Standrads für inklusive Bildung festzulegen, die garantieren, dass in inklusiven Schulen zum Wohl aller Kinder und Jugendlicher die bestmöglichen entwicklungs- und lernförderlichen Bedingungen selbstverständlich sind.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Gemeinsam Leben
Homepage: https://www.beltz.de/fachmedien/paedagogik/zeitschriften/gem...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0155/0052


Informationsstand: 24.07.2012

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